
Wir haben die letzte Woche rund um Flüsse und deren „Produkte“ verbracht: Diamanten und Canyon, Oranje und Fischfluss. Mit und ohne Wasser.
Von Lüderitz fuhren wir an einem langen Tag gen Süden nach Oranjemund. Alle Fahrtage in Namibia sind lang, aber weil zwischen Oranjemund und Lüderitz das Diamanten-Sperrgebiet liegt, das die Deutschen vor 120 Jahren eingerichtet haben, muss man einen Umweg drumherum fahren und fährt 120km länger geradeaus als man es in der Wüste eigentlich erwarten würde.

Im Sperrgebiet liegen viele, meist von den Deutschen gegründete, Diamantenminen. Die meisten sind mittlerweile erschöpft, aber manche sind noch in Betrieb und weil es in Namibia strengstens verboten ist, als Privatmensch auch nur einen Diamanten vom Boden aufzuheben, ist das gesamte Gebiet, in dem ein Diamant gefunden werden könnte, seit deutschen Kolonialzeiten „verboten“. So verboten, dass es bis heute private Siedlungen gibt, die von Minen errichtet und betrieben werden und in die man selbst als Familienmitglied zu Weihnachten nur mit Sondergenehmigung hineinkommt.

Die Stadt Oranjemund war bis vor ein paar Jahren eine solche „Privatstadt“, die zu 50% dem (ehemaligen?) Diamantenkartell De Beers gehört hat. Um die Einwohner der privaten Stadt mitten in der Wüste bei Laune zu halten, gab (und gibt es bis heute) diverse Freizeitangebote wie Golfclub, Freibad, Parkanlagen, Theaterclub, Tennisverein etc. Man darf sich das aber nicht vorstellen wie die Siedlungen rund um Ölbohrungen in der Wüste: wir sind hier schließlich im südlichen Afrika und nicht in der arabischen Welt…

Auf dem Weg nach Oranjemund liegt Rosh Pina, eine weitere private Bergbaustadt. Allerdings werden dort keine Diamanten, sondern hauptsächlich Zink und Blei gefördert. Die Stadt ist für die Öffentlichkeit zugänglich, wird aber nicht vom namibischen Staat, sondern von der Mine verwaltet. Dass Zink und Blei keine Diamanten sind, merkten wir sofort: das Einkaufszentrum verwaist, der Supermarkt dreckig und chaotisch, merkwürdige Leute auf den Straßen und geistig ziemlich langsame Verkäufer und Kassiererinnen. Ungemütlich! Später lasen wir, dass die Bleibelastung im Blut der Einwohner des Ortes ungewöhnlich hoch sei und dass Schwermetall Blei für Hirnschäden sorgt… Schnell weiter!

Oranjemund wurde 2011 von der Diamantengesellschaft an den namibischen Staat übergeben und eigentlich war der Plan, dass die Mine 2022 geschlossen wird. Die Stadt wurde daher 2017 für die Öffentlichkeit geöffnet und der 2012 eingesetzte Stadtrat hätte bis 2022 ganze 10 Jahre Zeit gehabt, die Stadt so zu entwickeln, dass sie auch ohne Diamantenmine weiter existiert und nicht wie z.B. Kolmanskuppe zur Geisterstadt wird. Nun ja: 2022 war nichts anders als 2012 (wir sind schließlich immer noch in Afrika…) und das Glück der Stadt ist, dass die Minengesellschaft doch noch Potenzial sieht und bis 2042 Diamanten schürfen wird.

Die Idee des Stadtrats: den Tourismus aufbauen. Super Sache, uns fallen gleich ganz viele Dinge ein – wegen einiger derer wir auch nach Oranjemund gekommen sind. Nur: es ist halt Afrika und nicht mehr Deutschland und so sehen wir als Deutsche das riesige touristische Potential, aber der Stadtrat nicht – oder setzt es nicht um. Wie auch immer: Oranjemund war eine Enttäuschung.

Oranjemund aus der Luft
Die Vermieter unseres Zimmers hatten sich von der Tourismus-Idee mitreißen lassen und in ihrem Garten einen Anbau für drei Gästezimmer gebaut. Weil es an touristischem Angebot mangelt, übernachten dort aber keine Touristen, sondern Südafrikaner auf der Durchreise, denn Oranjemund liegt am Ufer des Oranje, dem Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika. Die südafrikanischen Gäste jedoch sind unzufrieden, denn obwohl die Zimmer alle eine Pantryküche haben, kann dort kein Südafrikaner kochen, denn obwohl es in beiden Ländern die gleichen Supermärkte gibt, bekommen Südafrikaner bei der Einreise nach Namibia alle Lebensmittel konfisziert – und können in Oranjemund nichts einkaufen, weil dort um 17 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Und zwar völlig: alle Läden, Supermärkte und sogar Restaurants sind dann zu. Einzige Möglichkeit wochentags für ein Restaurant: der einige Kilometer außerhalb liegende Reiterhof.

Da ist die Phantasie mit dem Grafiker durchgegangen.
Ein Grund für unseren Besuch war das Museum, in dem 2024 eine Sonderausstellung zu einem ganz besonderen Schiff eröffnet hat: die Bom Jesus. Die Minengesellschaft hatte 2008 in den Dünen direkt am Atlantik statt Diamanten ein portugiesisches Schiff aus dem 16. Jahrhundert gefunden! Und zwar komplett mit Ladung voll Goldmünzen, Kupfer und anderen Schätzen, Kanonen und sämtlicher Ausrüstung.

Das Schiff ging 1533 auf dem Weg nach Indien nach einem Sturm verschollen und ist das älteste südlich der Sahara gefundene Schiff und das zweite Schiff der Welt dieses Typs, das man heutzutage erst entdeckt hat. Eine Weltsensation, denn das Schiff konnte komplett gesichert werden. Und es ist auch bis heute gesichert. Sehr sicher. Die Minengesellschaft rückt das Schiff nicht heraus und lagert es in riesigen Becken mit Salzwasser auf ihrem Gelände. Man könnte ein Museum dafür bauen, aber das passiert nicht. Stattdessen wird sich um das Schiff gestritten und die „Sonderausstellung“ ist eine Art Garage mit einigen wenigen, sehr schlecht gemachten Kopien aus Plastik, die Gold- und Silbermünzen darstellen sollen, ein Modell des Schiffes in Miniatur und eine Schautafel, die weniger hergibt als der Artikel bei Wikipedia. Tja.

Ein Salzsee in der Nähe von Oranjemund
Im Museum erfährt man auch am Rande, dass es in der Nähe von Oranjemund Petroglyphen gibt. Viele. Weiß auf schwarzen Felsen. Kann man die sehen? Nein. Wäre das touristisch interessant? Sehr! Man erfährt auch, dass von der Wandfarbe bis zum Herd in den Häusern der Minenarbeiter alles vorgeschrieben war. Kann man das besichtigen? Nein. Wäre das interessant? Ja! Man liest auf einer Schautafel, dass südlich der Stadt ein grenzübergreifendes Ramsar Naturschutzgebiet ist. Kann man da Ausflüge hin machen? Nein. Wäre das was für Touristen? Ja klar! Man steht vor Fotos, die alte deutsche Minenstandorte zeigen. Heutige lost places. Alte Technik, alte Maschinen. Wäre das interessant zu sehen? Und wie! Kann man das sehen? Nein. Auf dem Oranje kann man Kanu fahren. Das bieten weiter flussaufwärts auch Campingplätze an. Wäre das was für Oranjemund? Aber sowas von! Bietet das jemand an? Natürlich nicht. Und so ging es uns zwei Tage lang. Irgendwann dachten wir: so müssen sich die Kolonialmächte gefühlt haben, nachdem ihre ehemaligen Kolonien in der Selbstständigkeit verwahrlost sind… Oranjemund hat es in 10 Jahren bei besten finanziellen (Fördergelder etc.) nicht geschafft, das drohende Ende als Geisterstadt abzuwenden und wird es unserer Meinung nach bis 2042, bis zum endgültigen Aus der Mine, auch nicht schaffen. Nach mittlerweile 29 Monaten entlang der Westküste Afrikas und einigen Jahren mehr Afrika Erfahrung in Job und Reise, ist das leider unsere Sicht der Dinge.

Namibia hat „Wildpferde“: Pferde im Sperrgebiet, die den Deutschen vor 100 Jahren mal ausgebüxt sind.
An einem Sonntag in Oranjemund kann man auch nichts essen, denn die Stadt, die sich seit 10 Jahren als Touristendestination neu erfindet, hat keine Restaurants oder Imbissbuden oder Cafés, die sonntags geöffnet haben. Außer die Snackbar an der Tankstelle, wo wir unsere Zimmernachbarn anlächelten, die das gleiche Schicksal teilten. Nach zwei Nächten fuhren wir entlang des Oranjes landeinwärts.

Der Oranje fließt durch die Wüste
Der Oranje entspringt in Lesotho und erodiert dort und im weiteren Verlauf in Südafrika Diamanten aus dem Gestein. Diese Diamanten wurden über die Jahrmillionen Jahre im Verlauf des Flusses abgelagert, insbesondere im Mündungsbereich, im heutigen „Sperrgebiet“, auf der Seite Namibias und im Meer. Der Benguela Strom hat die Diamanten dann entlang der Küsten nordwärts „verteilt“, wo sie heutzutage, da die Dünen im Sperrgebiet schon fast komplett „durchgesiebt“ sind, vom Meeresboden abgesaugt werden. Das ist der Grund, weswegen die Minen an Land nach und nach geschlossen werden und fast ausschließlich mit „Diamantenstaubsaugern“ vor der Küste gearbeitet wird.

Die Diamanten sind sehr hochpreisige und reine Schmucksteine, da sie auf ihrem langen Transportweg schon „bereinigt“ wurden: Diamanten, die Risse hatten, sind in Einzelteile zerfallen und kommen als einzelne, reine Kristalle in Namibia an. Das macht sie so hochpreisig und die Suche lohnenswert.

Nach 1000km namibischen Pisten, die wir allesamt als sehr gut gepflegt (außer in Nationalparks!) und auch bei Regen mit einem Kleinwagen gut befahrbar erlebt haben, hatten wir dann doch mal einen Platten. Und zwar leider einen, der nicht reparabel war: ein spitzer Stein hatte die Reifenflanke aufgeschlitzt. Da hätte auch kein teurer Geländewagen geholfen. Das Notrad aber schon und so konnten wir nach einer kurzen Pause weiterfahren.

Und dann kamen wir, mitten in der Wüste, in das größte Tafeltrauben-Anbaugebiet der südlichen Hemisphäre. Kein Witz: nach tagelanger Fahrt geradeaus durch trockene Wüste und Steppe lag vor uns eine riesige, grüne Fläche! Ende der 1990er Jahre hatte ein Jugoslave (Serbe) erkannt, dass das Klima am Oranje optimal ist für Trauben. Er kaufte die deutsche Farm namens „Außenkehr“ und entwickelte mit Bewässerung aus dem Oranje Fluss das, was heute wohl auch Eure Trauben produziert: gerade jetzt ist Erntezeit und Deutschland ist der größte Abnehmer dieser Trauben. Logisch, dass wir davon schon einige Kilo vertilgt haben, so lecker und süß sind sie!

Abwechslungsreiche Straße entlang des Oranje.
Im nächsten Ort gab es einen Reifenhändler, der auch für uns einen Reifen hatte, sodass wir das auf 80km/h limitierte Notrad wieder wegpacken und im Grenzort zu Südafrika vom Fluss weg gen Norden fahren konnten. Ab dann ging es wieder nur geradeaus. Die Fahrt entlang des Flusses waren 140 schöne, abwechslungsreiche Kilometer, der Rest des Tages verlief wieder in großer Langeweile. Wir erreichten Grünau, nahmen uns für 31€ ein Zimmer und hörten zum ersten Mal die Klicklaut-Sprache der Nama. Die Nama sind einer der Volksstämme, die die Deutschen während des Genozids versucht haben auszurotten, es aber Gottseidank nicht (ganz) geschafft haben, sodass sie heute in einigen Regionen Namibias die Mehrheit stellen.

Jeden Tag Regen: jeden Tag die Chance auf Regenbogen!
Wir hatten zwei Nächte gebucht, denn das Hotel war unser Ausgangspunkt für den Besuch des Fishriver Canyons: im Nationalpark zelten kostet 46€ (plus Eintritt), ein Zimmer mit heißer Dusche, Klimaanlage (bei 40°C angenehm), bequemen Betten, Kaffee und Tee inklusive außerhalb des Nationalparks 31€. Ein benzinfressendes 4×4 Auto mit Dachzelt 120€, unser genügsamer Kleinwagen 38€ am Tag. Wie Ihr in einem dreiwöchigen Namibia-Urlaub 2500-3000€ sparen könnt, ist einfach auszurechnen.

So düsten wir dann am nächsten Morgen zum Fishriver Canyon: der nach dem Grand Canyon angeblich zweitgrößte Canyon der Welt. Wobei das auf einer Informationstafel an einem der Aussichtspunkte gleich wieder relativiert wurde: es kommt darauf an. Wir geben nicht so viel auf solche Marketing – Sprüche, sondern genießen einfach und werten nach unserer eigenen „Best of Canyons“ Skala.

Der Fishriver Canyon ist wirklich beeindruckend, aber dass er beeindruckender ist als Canyons, die wir in Tibet, Mexiko, Peru, Äthiopien, Oman und anderen Ländern mit ähnlichem Klima und ähnlicher Landschaft gesehen haben, können wir nicht sagen. Andere Länder haben auch tolle Canyons und Namibia reiht sich mit ein.

Was wir eigentlich viel toller als den Canyon fanden, war die Landschaft im Nationalpark. Wir fuhren nicht auf kürzestem Weg zurück zum Hotel, sondern noch einen Umweg durch allerschönste Landschaft ohne Zäune. Weil das bedeutet, dass man ein Tier auf der Straße treffen kann, standen überall Warnschilder „No Fence!“ und tatsächlich sahen wir auch drei Springböcke neben der Straße.

Und weil es keine Zäune gab, konnten wir uns auch endlich mal wieder frei bewegen. Sonst ist man als Mensch in Namibia nämlich auch eingezäunt: rechts und links der Straße ist sofort ein Zaun. Wenn man mal laufen möchte, so geht das nur entlang einer Straße geradeaus oder innerorts. Im Nationalpark jedoch kann man sich auch mal richtig „die Beine vertreten“, auf einen Hügel laufen, die Aussicht genießen, Steine und Pflanzen entdecken und die Freiheit und Weite spüren, mit der Namibia gerne wirbt.

Für uns war die Schleife ohne Zäune durch den Nationalpark eine Art Abschied von Namibia. Wir „haben fertig“. Keine Safari in Tierparks für uns, keine teuren Lodges mit dekorativen Zootieren im Garten, keine Game Drives in Wildparks, kein Schlangestehen bei Sonnenaufgang auf der Düne, kein Schlangestehen für Apfelkuchen, keine weitere Nacht auf teuren (aber tollen) Campingplätzen.

Unsere Motorräder stehen noch in Windhoek und wenn Mitte Januar die beiden Ersatzeile da sind, müssen wir noch 850km geradeaus durch Namibia nach Südafrika fahren. So ganz war die Fahrt durch den Nationalpark also nicht der Abschied von Namibia. Aber der Abschied von dem Part Namibias, der uns richtig gut gefallen hat. Ein anderer Weltreisender hat Namibia im November so für uns beschrieben: „Namibia ist das Land, wo man extrem viel geradeaus fahren muss, um Dinge zu sehen, die man wo anders auf der Welt mit weniger Geradeaus und weniger Kilometern sehen kann.“. Michael, das hast Du sehr gut zusammengefasst!

Für uns war die deutsche Geschichte des Landes sehr interessant und wir hatten mit der pinkfarbenen Lagune von Walvis Bay und mit den 210.000 Seebären auf einem Haufen in Cape Cross wirklich Erlebnisse, die wir in rund 120 Ländern noch nirgendwo so hatten. Wir haben, nach 28 Monaten Westküste Afrikas, die deutsche Infrastruktur mit 24 Stunden Strom, tollen Straßen (egal, ob asphaltiert oder nicht!), gutem Essen, keinem Müll in der Landschaft und sauberen Unterkünften sehr genossen, hatten aber auch Probleme mit der „deutschen Denke“ (Verbotsschilder, Ausrufezeichen, Nazis,…) und deutschen Strukturen, die wir seit unserer Kindheit nicht mehr so hatten: Läden schließen um 17 Uhr, manche schon um 16 Uhr, nur große Supermärkte öffnen bis sage und schreibe 19 Uhr und samstags schließt sowieso alles um 12. Bürokratie, Mobilfunkabdeckung und Internetgeschwindigkeit sind auch recht deutsch. Dass wir in Burkina Faso im kleinsten Bergdorf noch 5G hatten, ist schwer zu glauben, war aber in den meisten Ländern entlang unserer Route Alltag.

Namibia ist ein tolles, familienfreundliches Land für Afrika-Einsteiger und Deutsche mit wenig Englischkenntnissen. Für Afrika-„Profis“ ist es eine willkommene Erholung, die sich teilweise wie Urlaub anfühlt: es gibt Kaffee und Kuchen, heiße Duschen und W-Lan. Wer Tiere in größeren Gehegen als im heimischen Zoo erleben möchte, ist hier richtig. Für uns hat es sich nach „Deutschland mit anderer Landschaft, besserem Wetter und netteren Menschen“ angefühlt und wir können nachvollziehen, warum 43% aller Namibia-Urlauber aus DACH kommen. Nur wir persönlich haben uns „rausgewachsen“ gefühlt. Insbesondere die eingezäunte Tierwelt hat uns sehr gestört, weil wir in den nun 28 Monaten Westküste bis Namibia nicht ein einziges Mal „Wildtiere“ in Zäunen erlebt haben, sondern wir selbst und die Tiere immer in Freiheit waren.

Ab jetzt bedeutet Namibia für uns, was es 4500km schon bedeutet hat: stumpf geradeaus fahren. Sehr, sehr ermüdend und langweilig. Und so fuhren wir geradeaus. 650km vom Hotel am Canyon nach Windhoek, wo wir völlig übermüdet an Silvester noch vor Mitternacht einschliefen. 500km nach Botswana und weitere 300km nach Maun, DEM Touristen-Hotspot in Botswana. Botswana hatten wir nicht geplant, aber weil wir jetzt Zeit totschlagen müssen, die wir eigentlich mit den Motorrädern in Südafrika reisend verbringen wollten, schauen wir uns jetzt Botswana an, bevor wir am 17.1. den Mietwagen in Windhoek zurückgeben.

Botswana ist unser 118. (Silke), beziehungsweise 119. (Jan) Land und der Einreisestempel am 1.1.2026 unser persönliches Neujahrsgeschenk. In Botswana geht es auch nur geradeaus, aber es gibt weniger Zäune als in Namibia und somit mehr Tiere auf der Straße. Nutztiere wie Kühe, Pferde und wunderschöne, hübsche Esel mit glänzendem Fell. Weil es die letzten Wochen ungewöhnlich viel geregnet hat (in Namibia fast jeden Tag!), ist es derzeit sehr, sehr grün. Überall blühen gelbe, weiße und lila Blumen und rechts und links der Straße sieht es manchmal aus wie Frühling in Griechenland. Insbesondere dann, wenn ein oder zwei hübsche Esel unter einer Akazie stehen und Blümchen futtern…

Wir hoffen, Ihr seid gut ins neue Jahr „rübergerutscht“. Wir haben uns von einem wundervollen 2025 verabschiedet – und schlossen damit eine reich gefüllte Schatzkiste. Wir haben in diesem Jahr 14 Länder erkundet: manche winzig klein wie Bahrain, Katar, Zypern oder São Tomé & Príncipe, andere riesengroß wie Nigeria, Angola oder Namibia. Einige Länder haben uns verzaubert und funkelnde Edelsteine in unsere Schatzkiste gelegt (Republik Kongo, der Norden Nigerias, Principe). Andere haben uns – trotz der Erfahrung von über 100 bereisten Ländern – an unsere Grenzen gebracht und uns raue, schwere, aber ebenso wertvolle Stücke hinterlassen (vier Wochen im Süden Nigerias & das Bürgerkriegsgebiet Ambazonien in Kamerun).

Dank Eurer Unterstützung geht’s dem Fratz gut!
Wir haben auch körperliche Grenzen erlebt: Lebensmittelvergiftung, Dehydrierung und Mangelernährung. Doch auch diese Erfahrungen gehören zu unserem Schatz – nicht glänzend, aber lehrreich und prägend. In Nigeria (Makoko) und im Kongobecken durften wir Lebensbedingungen sehen, die kaum vorstellbar sind. Dank eurer finanziellen Unterstützung konnten wir ein kleines Stück Hoffnung in die Schatzkiste dieser Menschen legen: Gemeinsam mit Euch haben wir Schul- und Waisenkinder im Elendsviertel Makoko unterstützt, neugeborene Zwillings-Pygmäen vor dem Hungertod bewahrt und ihnen einen guten Start ins Leben ermöglicht. Und wir beide durften in einer Leprastation im Regenwald tatkräftig mit anpacken. Diese Erfahrungen zählen für uns zu den wertvollsten Schätzen überhaupt.

2025 war auch das Jahr der Erfüllung eines Traums: eine Woche mit einem Schleppverband den Kongo hinunterschippern. Danach entstand kurz ein Gefühl von Leere – als hätten wir eine besonders große Truhe geschlossen und uns gefragt: Was kommt jetzt? Doch wir wissen: für 2026 ist noch viel Platz für neue Schätze in der Kiste: für neue Begegnungen, Herausforderungen, Erlebnisse und auch Dankbarkeit. 2026 steht nun vor uns und Euch – wie eine geöffnete, noch leere Schatzkiste. Wir gehen mit Respekt, Neugier und Dankbarkeit hinein, wissend, dass nicht jede Erfahrung leicht sein wird, aber jede ihren bereichernden Wert hat. Wir freuen uns mit Euch auf neue Erlebnisse, Begegnungen und Herausforderungen, die unsere und Eure Kiste weiter füllen werden – Stück für Stück.
Danke, dass Ihr uns begleitet, unterstützt und virtuell mit uns unterwegs seid. Auf ein neues, bereicherndes Jahr voll funkelnder und glitzernder Schätze!
Und wenn Ihr einen der großen Glitzerschätze von 2025 in bewegten Bildern am Bildschirm nacherleben möchtet, schaut Euch das neueste Video an: Death Acre! Steil aufragende Dünen direkt am Atlantik. Bei Ebbe bleibt zu Voll- und Neumond nur ein ca. 5m schmaler, 35km langer Streifen, um zur Tigerinsel zu gelangen. Fährt man sich fest, wird das Fahrzeug bei Flut vom Meer verschlungen. Hier verzeiht die Natur keine Fehler..
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