Küche

Außenküche

Natürlich kochen wir auch. Unsere Motorrad-Küche ist übersichtlich und alt bewährt. Jans uralter Coleman Feather Campingkocher brennt mit Benzin – und davon schwappt immer genug in unseren Tanks. Falls das kleine Steigröhrchen doch mal verstopft, haben wir ein Ersatz dabei.

Pfannen aus Edelstahl

Unser Töpfe sind auch aus unserem Fundus vom Dachboden und natürlich aus Edelstahl. Wir haben einen größeren und einen kleineren Topf mit Deckel, wobei der Deckel auch ein zusätzlicher Teller sein kann, den Jan auch so nutzt. Der dritte Topf ist eigentlich keiner, sondern war mal eine Edelstahl „Tupper“ Dose ohne Plastikdeckel. Im Handel gibt es einfach nicht das perfekte Kochset für uns, weswegen wir selbst ergänzt haben.

Teller, Kaffeefilter, Besteck, und Trinkbecher

Wir haben uns zwei Sea to Summit Schälchen gegönnt, deren Silikonrand sich ganz flach, leicht und platzsparend zusammen klappen kann. Auch von Sea to Summit ist der Kaffeefilter nach gleichem System: der sehr sehr feine Metallfilter im Boden erübrigt die im Ausland nicht erhältlichen Papier-Kaffeefilter und der gesamte Filter klappt nach Gebrauch flach und klein zusammen und passt in die Klapp-Müslischälchen. Besteck haben wir natürlich auch dabei. Eigentlich hatten wir beide das klassische Bundeswehr-Besteck, aber nachdem letztens im Oman mein Messer beim Spülen im Meer davon schwamm, habe ich mir ein netteres Primus Besteckset gegönnt. Mein Trinkbecher ist riesig, aber ich bin es gewohnt, morgens wie ein Kamel mindestens einen halben Liter Tee zu tanken. Der Tatonka Edelstahlbecher fasst sogar 600ml und eignet sich daher auch als zusätzliches Töpfchen.

Wir haben KEINE Teller dabei, sondern nur diese faltbaren Schüsseln. Nach einem Jahr Reise haben wir festgestellt: Update 3/2019: ich habe meinen Teller exakt 3x benutzt. Immer dann, wenn wir mit Autofahrern zusammen gecampt haben – und die hätten genug Teller für uns dabei gehabt. Und auch dann war das nur Luxus, denn ich hätte auch aus einer Müslischale, einem kleinen Kochtopf oder vom Schneidbrett essen können. Der Teller war eigentlich immer nur klappernder Ballast in unserer Motorrad Weltreise Ausrüstung. Jan hatte von Anfang an keinen Teller, also flog meiner auch aus dem Gepäck.

Klappmesser

Als weitere Küchenwerkzeuge könnten wir noch ein Schweizer Messer und Jans Gerber Tool nennen sowie ein Klappmesser für gröbere Aufgaben. Achtung: bei dem Klappmesser handelt es sich um eine Waffe, die uns schon konfisziert wurde! Werdet Ihr also unterwegs bei einer Kontrolle nach „Waffen, z.B. Messer“ gefragt, antwortet nicht so leichtsinnig wie wir „klar, ein Küchenmesser!“. Das ist dann weg. Und hinter Euch werden währenddessen 20 Wohnmobile vorbei rollen, die ganze Messerblöcke in der Einbauküche haben….

Spülschwämmchen und einer kleinen Flasche Spülmittel im Kochset

Der gesamte Kleinkram verschwindet zusammen mit einen Spülschwämmchen und einer kleinen Flasche Spülmittel im Kochset. Das Spülschwämmchen übrigens ist ein eigenes Kapitel wert: es ist aus Silikon und trocknet durch einfaches Ausschleudern blitzschnell. Es lässt sich mit wenig Wasser säubern, bei Bedarf auskochen und klein zusammen knüllen. Übrigens: die Dinger gibt es aus China billiger. Leider spülen die wirklich nicht so gut, ich habe es getestet. Klar ist 8€ für ein Schwämmchen viel Geld, aber weil die Dinger weder gammeln, noch fusseln noch eklig werden, halten sie ewig!

Wer schonmal eine aufgerissene Tüte Reis im Gepäck hatte, weiß folgenden Tipp zu schätzen: wir packen alle solchen Lebensmittel um. Nicht in Weithalsdosen, sondern in extra stabile Klarsichtbeutel. Da sieht man erstens immer sofort, was wo drin ist (und wie viel davon) und zweitens passen sich diese immer dem Volumen des Inhalts an. Eine halb gefüllte Dose hat nämlich immer dasselbe große Packmaß einer ganz gefüllten Dose. Eigentlich doof, oder? Die Klarsichtbeutel sollten schon “heavy duty” sein und nicht die billigen aus der Haushaltswarenabteilung, damit sie sich unterwegs nicht löchrig rappeln. Wir haben sogar welche aus Silikon, die wie Weithalsdosen aufrecht stehen bleiben! Update 3/2019: Wer billig kauft, kauft 2x. 🙁 Die Silikonbeutel sind wirklich teuer. Aber auch wirklich gut. Die anderen Beutel sind zwar super stabil, reißen aber bei monatelangem Gebrauch doch irgendwann an den Knickfalten leicht ein. Weg damit! Ab jetzt nur noch die teuren Dinger, die ihr Geld 10x wert sind!

Lebensmittel

Übrigens: auch Lebensmittel, die „immer dicht“ sind, können auslaufen und kommen grundsätzlich in stabile Klarsichtbeutel! (Update 3/2019: in Silikonbeutel, nicht den Beutel vom Foto, der ist aussortiert) Hier beweist gerade eine Tube Tomatenmark, wie dicht sie ist, wenn die Sonne tagelang auf das Gepäck knallt. Ich habe aus einer ausgelaufenen Dose Sardinen gelernt. Der Fischgeruch ließ sich nicht aus allem heraus waschen – und das wünsche ich keinem…

Jan sitzt auf eine Kopie des beliebten Helinox Campingsessels und schaut sich das Meer an

Damit wir beim Kochen und Essen bequem sitzen, hat jeder von uns eine Sitzgelegenheit mit. In meinen Augen Luxus für alte Leute weil ich bisher immer auf meinem Schlafsack im Ortliebsack prima gesessen habe, aber da wir ja gar keinen echten Schlafsack dabei haben, geht das nun nicht. Jan hat sich entschieden, eine Kopie des beliebten Helinox Campingsessels mit zu nehmen. Den Unterschied zum Original haben wir bis heute nicht gefunden. Außer, dass er nur ¼ davon kostet.

Dreibeinhocker Silke

Mir als Minimalist ist das noch zu viel. Ich habe mich für den klassischen Dreibeinhocker entschieden. Da ich klein und leicht bin, passt mein Po da gut drauf und ich versinke selten im Boden. 😊 Da das für mich ungewohnter Luxus ist, habe ich ihn bisher sehr selten genutzt. Meist sitze ich so auf dem Hosenboden oder einfach auf dem Schaffell von Pets Sitzbank.

Ach ja, eine Auswahl Gewürze und eine kleine Flasche Bratöl ist auch immer dabei! (Update 3/2019: Wir haben zwar oft selbst gekocht, aber nie etwas gebraten. Außer dann, wenn wir in Hostels oder Campingplätzen auch eine richtige Küche hatten. Und da gab es dann auch Öl. Weg mit dem unnötigen Ballast, das Öl wird nur ranzig!)

Und, großer Luxus: ein großes Schneidebrett! Das passt genau in Jans Alukoffer und ist ideal, um es auf die Knie zu legen und wie daheim auf der Arbeitsplatte Gemüse zu schnippeln. Könnte man natürlich auch kleiner kaufen, aber ich habe mich von Jan überzeugen lassen, dass man, wenn man nicht jeden Abend Nudeln mit Fertigsauce isst, sich diesen Luxusartikel gönnen kann 😊 Das bereits erwähnte Schweizer Taschenmesser ist auch ins Bild gerutscht :-). Mehr Küchenutensilien braucht man nicht, finden wir.

 

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