Kleiderschrank Silke

Kleiderschranke aus HolzJeder von uns hat eigene Bedürfnisse und Erfahrungen gemacht, sodass Jan und ich zwar die selbe Philosophie von „je weniger, desto besser“ vertreten, das aber anders umsetzen. Baumwolle gibt es bei mir außer bei einer Jeans nicht im Gepäck, da diese schwer ist, von Hand nur schwer zu waschen ist, nur langsam trocknet und in nassem Zustand einfach nur kalt ist. Meine Bekleidung besteht daher grundsätzlich aus Funktionsfasern. Ich weiß, das ist hinsichtlich der Mikroplastik-Problematik kritisch zu sehen, aber bevor ich andere Wäsche kaufe, kann die Politik mehr gegen das Problem unternehmen.

Mein Glück ist, dass ich klein und schlank bin und daher ein T-Shirt von mir in Größe 34/36 weniger Platz weg nimmt als eins von Jan in XL. Meine Klamottenliste ist für Hochsommer und tiefsten Winter gleichermaßen geeignet und umfasst:

  • 1 Daunenjacke, ultra klein in der Jackentasche verstaubar
  • 1 Daunenweste, klein verstaubar als Upgrade der Daunenjacke zur dicken Winterjacke
  • 1 winddichte Fleece Jacke
  • 1 Langarmshirt
  • 3 T-Shirts
  • 2 Paar Motorrad (Ski) Socken
  • 2 Paar normale Socken
  • 5 Unterhosen
  • 2 BHs
  • 1 Bikini
  • 1 Jeans
  • 1 Trekkinghose
  • 1 kurzer dünner Rock
  • 1 Kopftuch
  • 1 (Motorrad-) Schal
  • 1 Kopftuch
  • 1 Mütze
  • 1 Paar Fleecehandschuhe
  • 1 lange Motorrad-Unterhose
  • 1 Paar Flipflops
  • 1 Paar Sneaker

Stapel von T-Shirts

Meine T-Shirts (3 kurze, ein langes) sind ausschließlich aus Funktionsfaser und trocknen über Nacht, nachdem sie mit mir geduscht haben. Das dritte T-Shirt ist absoluter Luxus und ich habe es, da es vom jahrelangen Rucksacktragen als Reiseleiter schon etwas „abgerockt“ ist, zum „Fahrshirt“ deklariert, da die unschöne Stelle unterm Nierengurt verschwindet.

Bikini, winddichte Mütze, ein Paar Fleecehandschuhe und ein Kopftuch

Der Bikini gehört ebenso ins Gepäck wie die winddichte Mütze, ein Paar Fleecehandschuhe und ein Kopftuch. Das Kopftuch schützt nicht nur klein und platzsparend vor Sonne, es verhindert bei Wind auch, dass mir die langen Haare ständig in Augen, Nase oder Mund wehen. Der Schal ist mein Motorradschal, der aber auch abseits vom Motorrad wärmt. Ich habe ihn 1998 in Vietnam gekauft. Weil er seit dem jeden meiner Motorradkilometer mit gereist ist und sich langsam auflöst, muss ich bald mal wieder nach Vietnam, Ersatz kaufen.

Unterhosen aus Microfaser und mit Baumwollzwickel, und zwei Paar Ski-/ Motorradsocken und Söckchen

Ich gönne mir den Luxus von 5 Unterhosen. Alle aus Microfaser und mit Baumwollzwickel. Dazu je zwei Paar Ski-/ Motorradsocken und Söckchen, um immer ein Paar trockene Socken griffbereit zu haben. Ein absoluter Luxus sind die „Schläppchen“: halbe Socken mit Antirutsch-Noppen auf der Unterseite. In anderen Ländern, insbesondere gen Osten, trägt man niemals Straßenschuhe im Haus. Um nicht dauernd auf Socken herum zu laufen und diese einzusauen, habe ich mich für diesen Miniluxus entschieden. Über das Design lässt sich streiten, auf jeden Fall ist es „fernöstlich“ 😊

Oberbekleidung: Daunenjacke, Daunenweste und winddichte Fleecejacke

Auf dem Foto sieht man meine gesamte Oberbekleidung: Daunenjacke, Daunenweste und winddichte Fleecejacke. Ganz schön voluminös, so eine Fleecejacke! Wir haben uns beide gegen eine Motorradjacke mit Steppfutter entschieden, sodass all diese drei Teile auch als Jackenfutter dienen. In Kombination mit der GoreTex Regenjacke aus meiner Motorradjacke bin ich somit für nasses Winterwetter kuschelwarm gerüstet.

Einen Rock, Trekkinghose und Jeans

Noch etwas Luxus: wir haben zwei Hosen dabei – und ich sogar einen Rock! Die Trekkinghose ist ideal für alle Outdooraktivitäten und schnell mit der Hand gewaschen. Die Jeans ist zum Reisen eigentlich totaler Blödsinn, weil zu schwer, ewig nass und nicht gut per Hand zu waschen, aber da wir nicht in Urlaub sind, sondern mehrere Jahre unterwegs sein werden, müssen wir auch nicht wie Urlauber herum laufen. Jans Outdoorhose hat abzippbare Beine, meine nicht. Deswegen habe ich noch einen Rock eingepackt. Nicht auf dem Foto ist meine lange Unterhose, die ich grundsätzlich zum Schutz vor Verbrennungen (und gegen „Festkleben“ am Futter) unter der Motorradhose trage.

Drei Packwürfel mit Klamotten

Für Ordnung im Gepäck sorgen sogenannte „Cubes“ oder „Packwürfel“. In diesen drei sind alle meine Klamotten verpackt. Rechts die altmodische Variante, links der neueste Schrei, von dem ich gerne noch einen hätte: Die Eagle Creek Kompressions-Packwürfel. Zunächst ein normaler Packwürfel, der nach dem ersten Verschließen mit einem zweiten Rundum-Reißverschluss den Inhalt auf ein Minimum komprimiert. Absolut super und ich ärgere mich, dass ich da zu zögerlich eingekauft habe.

MX Stiefeln und ein Paar FlipFlops

Außer unseren MX Stiefeln haben wir beide noch ein Paar FlipFlops dabei. Diese ersetzen Sandalen und sind super in siffigen Duschen und am Strand oder abends ums Zelt herum. Meine Sneaker sind ungeplant im Gepäck gelandet. Eigentlich waren ganz andere Schuhe geplant, aber da sich diese niemals einlaufen wollten, kamen die alten Treter nun mit. Das Profil lässt zu wünschen übrig, aber wenn wir wandern gehen sollten, treibe ich ganz sicher eine Alternative auf! Die Schuhe werden in kleinen Packsäcken im Gepäck verstaut, um nichts zu beschmutzen. Die mit den Blümchen sind noch von meiner Oma und natürlich atmungsaktiv aus Baumwolle. Auch der „Dreckwäschesack“ ist aus Baumwolle, sodass angeschwitzte Klamotten darin kein Eigenleben entwickeln, sondern noch ablüften können. Niemals, niemals sollten Schuhe oder Dreckwäsche in Plastiktüten! Es sei denn, man hat den Geruchssinn verloren oder möchte seine Mitmenschen quälen…

Das ist der gesamte Kleiderschrank für die nächsten Jahre! Wie vielleicht auffällt, sind die Sachen entweder rot oder blau-grau. Das macht das Waschen einfach! Falls irgendwann irgendwas fehlen sollte, so gibt es auf der ganzen Welt Geschäfte, um dies zu kaufen. Es ist z.B. kein „kleines Schwarzes“ dabei und auch kein Paar elegante Schuhe. Falls es der Anlass erfordert, kaufe ich das unterwegs. Auch für den Iran werde ich shoppen gehen müssen – und darauf freue ich mich schon!