Nützliches

In dieser Kategorie möchten wir Euch den Schnick und Schnack unseres Reisegepäcks vorstellen. Kleine Luxusartikel oder Dinge, die das Leben auf Reisen einfacher gestalten oder die man oft braucht, aber in keine andere unserer Kategorien passen.

Waschschüssel

Unsere Waschküche zum Beispiel! Unser Reisegepäck ist minimalistisch und statt für jeden Tag der Woche ein frisches T-Shirt und Höschen zu haben, waschen wir unsere Wäsche schnell durch. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich bei unseren Klamotten um solche aus schnell trocknender Faser handelt, sodass man am nächsten Morgen in frische, trockene Sachen steigen kann. Unsere Waschschüssel fasst 5l und lässt sich klein zusammen falten. Oft ist es einfacher, in einem Waschbecken großen Waschtag zu machen, doch meist fehlt da der Stöpsel. Ein weicher Universalstöpsel, der flach über dem Abfluss liegt und sich mit dem Wasserdruck selbst verschließt, gehört daher für mich zur Grundausstattung jeder Reise-Waschfrau. Damit die Wäsche danach an der Luft trocknet, aber nicht vom Winde verweht im Dreck liegt, nutze ich zwei Wäscheleinen, die aus ineinander verdrehten Gummibändern bestehen, zwischen die man die Wäsche klemmt. An den Enden der Leinen befinden sich Haken und Saugnäpfe, sodass ich bisher immer eine Möglichkeit finden konnte, um die Leine zu spannen.

Übrigens: Rei in der Tube ist unterwegs blanker Horror. Das Zeug wird in heißen Reiseländern im warmen Gepäck flüssig oder dehnt sich durch Höhenunterschiede in der Tube aus und findet immer irgendwo einen Weg, um die eigentlich saubere Wäsche, das Essen, den Schlafsack oder andere Dinge, die nicht gewaschen werden sollen, zu durchtränken. Und bestimmt dann, wenn gerade kein Wasser da ist, um die Sauerei zu entfernen. Unser Waschmittel ist also grundsätzlich Waschpulver. In Deutschland nicht auf dem Markt, aber weltweit erhältlich, ist Waschpulver, das auch in der Handwäsche und mit kaltem Wasser funktioniert. Schließlich hat die weltweite Durchschnitts-Waschfrau nämlich keine Waschmaschine! Und auch kein Rei in der Tube.

einen kleinen Rucksack

Um bei Tagesausflügen Kleinkram, Jacke und Wasser transportieren zu können, brauchen wir auch einen Rucksack. Da wir den während der Fahrt nicht brauchen, weil ja unser gesamtes Gepäck gut verstaut ist, muss der Rucksack also als eierlegende Wollmilchsau groß genug sein für zwei, aber mit winzigem Packmaß. Wir haben ihn gefunden.

Der „Ultra Compact“ Rucksack von Decathlon

Der „Ultra Compact“ von Decathlon! Er ist mit 20l so groß wie ein normaler Tagesrucksack, durch den Rollverschluss auch wasserdicht und dabei mini klein zusammen geknüllt. Auch der Großeinkauf im Supermarkt am Abend passt da schneller rein als ins große Gepäck und wenn wir zu zweit zu einer Duschgelegenheit marschieren, findet auch unsere Wechselwäsche, Handtücher und Duschzeug reichlich Platz darin.

ein kleines Notizbuch

Seeehr nützlich ist ein kleines Notizbuch. Jeder von uns hat seins immer griffbereit. Im digitalen Zeitalter klingt das komisch, aber darin kann man sich von Einheimischen schnell eine Wegbeschreibung aufmalen lassen, sich in Landessprache (und fremder Schrift) wichtige Wörter notieren (lassen), sich ohne Sprachkenntnisse durch Malen verständigen und sich Dinge aufschreiben lassen, die digital nicht möglich sind, z.B. weil die Schriftart nicht auf dem Telefon installiert ist.

ein kleiner Regenschirm

Okay, das Design ist nicht altersgerecht, aber Größe und Gewicht sind unschlagbar. Klar ist ein Regenschirm Luxus, aber bei den Maßen müsst Ihr zugeben: der Luxus fällt wirklich nicht ins Gewicht! Der Alu-Regenschirm ist zwar klein, aber wenn wir Arm in Arm laufen, wird keiner von uns wirklich nass. Eine Regenjacke habe ich auch dabei, die ist ja in der Motoradjacke integriert.

ist der 4l Wassersack von Ortlieb

Um beim Wildcamping nicht Trinkwasser in Wasserflaschen für Katzenwäsche, Zähneputzen, Nudel- und Spülwasser zu vergeuden, ist der 4l Wassersack von Ortlieb mit im Gepäck. Der ist schnell an jedem Wasserhahn befüllt und mit den stabilen Laschen auch gut auf dem Gepäck zu verzurren. Er lässt sich dann gut am Spiegel aufhängen und überall als mobiler Wasserhahn nutzen.

einen 20l Wassersack der Schweizer Armee

Als Ergänzung, um mehrere Tage völlig autark unterwegs zu sein, haben wir noch einen 20l Wassersack der Schweizer Armee dabei. Robuster geht es nicht! Er ist mit stabilen Ösen und Gurten ausgestattet und lässt sich „schwappsicher“ z.B. unter der Gepäckrolle verzurren. Einzig der Verschluss ist für meine kleinen Finger etwas lästig zu bedienen. Meist reist der Sack aber klein zusammen gefaltet auf einer Alukiste von Jan durch die Welt.

Certisil Combina Chlortabletten

Weil das Wasser im Wassersack frisch bleiben soll, kommt nach dem Befüllen Certisil Combina mit in den Sack. Wichtig ist, dass es das Produkt mit Chlor ist, denn Silberionen allein töten leider nicht genug Bakterien, Einzeller und sonstige Erreger ab. Der Chlorgeschmack verfliegt übrigens beim Kochen.

Tute mit Ohrenstöpsel

Ohrenstöpsel kann man nie genug haben. Und es ist gut, überall welche griffbereit zu haben: in der Motorradjacke, um den Geräuschpegel im Helm zu senken, in der Innentasche der Daunendecke / vom Schlafsack, um im Zelt Ruhe zu haben und im Kulturbeutel, um bei schnarchenden Zimmernachbarn in Hostels ruhigen Schlaf zu finden.

Gastgeschenke Travelove

Das Thema Gastgeschenke wird leider viel zu oft vernachlässigt. So oft helfen uns Reisenden Menschen aus der Patsche, die weniger besitzen, als wir im Reisegepäck haben. So oft werden Reisende von Familien verköstigt und beherbergt, die sich das Essen selbst vom Mund absparen. Und so oft muss man als Reisender nichts bezahlen, wenn man kleine Dienstleistungen nutzt. Sei es beim Schneider, der den Handschuh flickt, beim Automechaniker, der Schrauben sucht, findet – und schenkt – oder beim Wirt, der den Nachtisch, Obst, Tee oder Kaffee serviert, ohne Geld anzunehmen.

kleiner Ansteckpin für Kinder und Folienmagnete mit einem Foto von uns und „Thank You“ Schriftzug

Für all diese und weitere Situationen haben wir eine große Auswahl Gastgeschenke dabei. Unsere runden, wetterfesten traveLove Aufkleber kleben schon an einigen Türen und Fahrzeugen. Das Motiv als kleiner Ansteckpin für Kinder taugt als größeres Gastgeschenk und für ein persönliches Dankeschön haben wir Folienmagnete mit einem Foto von uns und „Thank You“ Schriftzug produzieren lassen. Alles mit mini Packmaß! Aus Jans Fundus stammen noch diverse Pinzetten, Nagelfeilen und Nagelclipser für die Damenwelt unter den Helfern.

Die Tube Motul Hands Clean ist eine absolute Zauberwaffe gegen Schmierfinger

Ihr kennt das sicher auch: irgendwo unterwegs, wenn kein Tropfen Wasser mehr im Gepäck ist, müsst Ihr Reifen flicken oder eine andere Panne beseitigen. Und danach sind die Hände schwarz. So wieder zurück in die Motorradhandschuhe schlüpfen? Neee! Zugegeben: bis ich zu dem Thema für einen Artikel im Dirtbiker Magazine recherchiert habe, habe ich auch mit Feuchttüchern herum gefuhrwerkt. Mit mäßigem Erfolg. Die Tube Motul Hands Clean ist eine absolute Zauberwaffe gegen Schmierfinger! Man braucht nicht viel von dem Gel, welches man sich auf die Haut reibt, bis es sich wie Radiergummikrümel mitsamt dem Dreck von der Haut löst und wirklich babypopozarte, ferkelrosa Pfoten hinterlässt. Mehr als genial für unterwegs!

Nähzeug

Nähzeug. Und zwar ergänzt mit festem Zwirn, der auch etwas aushält. Das mickrige Nähgarn taugt vielleicht zum Flicken von Puppenkleidern, aber wenn auf einer Motorradreise etwas genäht werden muss, dann muss es schon belastbar sein. Um auch schmerzfrei durch dickere Stoffe zu nähen, ist der Fingerhut aus Metall schnell sehr nützlich.

Seam Grip Nahtversiegler

Es kann ja Mal was kaputt gehen. Die Isomatte undicht werden, ein Packsack ein Loch bekommen, der Poncho durchlöchert werden, die Regenjacke aufreißen. Wer weiß? Wir wissen: all das lässt sich mit „Seam Grip“ und ein paar Flicken wieder reparieren. Ein Ersatzventil von Therm-a-Rest ist auch dabei.

Loch und Naht Dichter

In Jans Rumpelkammer habe ich auch noch diese Tube gefunden. Ob Jan mit so viel undichten Nähten und Löchern rechnet? Es heißt ja, dass Jan alles kaputt bekomme. Aber so viel? Wir werden sehen, ob die Tuben alle eingetrocknet sind, bevor wir etwas davon brauchen…

Geldgürtel selbst genäht

Auf dem Bild versteckt: mein Geldgürtel. Jan hat auch einen. Weil jeder Geldgürtel aus dem Handel irgendwie gleich aussieht und mittlerweile der dümmste Dieb alle Varianten kennt, ist meiner selbst genäht. Ganz einfach aus einem billigen Stoffgürtel und einem laaaaangen Reißverschluss. Zusätzlich habe ich noch eine „Geldkatze“, die ich statt vor dem Bauch (kennt auch jeder dümmste Dieb) auf dem Rücken und somit meist unter dem Nierengurt trage. Es gibt noch weitere Geldverstecke, doch die behalten wir für uns… In der von Freundin Kathi genähten Dokumententasche sind Impfausweis, internationaler Führerschein, deutsche Versicherungskarte, ADAC Karte, Versicherungsscheine etc. aufbewahrt.

Die LED-Lenser Stirnlampe

Unsere Taschenlampe sitzt auf der Stirn und könnte zur Not auch als Motorrad-Scheinwerfer dienen. Die LED-Lenser Stirnlampe hat das schon auf einigen Nachtetappen der Rallye Breslau bewiesen. Für den Alltag nutzen wir allerdings die Taschenlampe aus dem Handy. Die ist so effektiv und sparsam, dass die LED Lenser nur zum nächtlichen Kochen oder Schrauben eingeplant ist.

Zurrgurte um beide Motorräder auf Fähren sicher zu verzurren

Jan hat an Oskar acht Zurrgurte verstaut, um beide Motorräder auf Fähren sicher zu verzurren. Zusammen mit den Spanngurten, die unser Gepäck sichern, haben wir 13 Gurte dabei, mit denen wir unsere zwei Süßen ganz bestimmt sicher auf jeder Fähe verzurren können. Seitdem wir auf einer lächerlichen Überfahrt nach England gelernt haben, dass Enduros mit den bereitgestellten Gurten bei starkem Seegang nicht sicher verzurrt werden können, beugen wir nun vor!