Equipment

Wir sind der Meinung, dass man sich das Leben nicht unnötig schwer machen sollte und nehmen daher nicht mehr mit, als wirklich nötig. Und doch haben wir den einen oder anderen Luxusartikel im Gepäck. In den einzelnen Kapiteln möchten wir Euch unsere Ausrüstung genau zeigen.

Wir haben möglichst wenig neu gekauft und viel aus dem „Fundus“ eingepackt. Warum sollte man auch ein neues Kochtopfset kaufen, nur weil der Topf Dellen hat? Warum eine neue Isomatte riskieren, obwohl die alte sich in tausenden Nächten schon als Kuschelbett bewiesen hat? Warum das Budget unnötig schmälern, wenn der alte Kram noch tut?

Lasst Euch inspirieren, den Großteil für Eure eigene große Reise habt Ihr bestimmt schon!

Apotheke  –  Bad  –  Schlafzimmer  –  Küche  –  Kleiderschrank Jan  –  Kleiderschrank Silke

Moppedklamotten  –  Technik  –  Werkstatt  –  RumpelkammerNützliches

Der Junge Herr Neumann mit Motorrad und ganz viel Gepäck

Unterwegs trifft man immer die abenteuerlichsten Gepäcklösungen und Reisende, die mit abenteuerlich viel Gepäck unterwegs sind. Ja, auch Jan war bei seiner ersten Motorradreise schwer überladen, aber auch er lernt dazu. Als ich das erste Mal mit dem Rucksack los bin, hatte ich bei der Abreise stolze 18kg im Gepäck, 15 Monate später nur noch 12kg. Mit der Zeit kommt die Erfahrung und daran möchten wir Euch teilhaben lassen. Die Frage nach dem Gepäck wird mit den Jahren immer einfacher. Denn mit kommt nur, was mit muss. Und das ist nicht viel.

Zu viel Gepäck erhöht das Gewicht des Motorrades immer und in jeder (dummen) Situation. Damit steigt das Unfall- und Verletzungsrisiko. Da das Motorrad meist sowieso zu groß und schwer gewählt wird, fällt Übergepäck erst recht ins Gewicht und ist auch dann noch nervig, wenn das Motorrad steht und das Gepäck abgesattelt und in irgendwelche Zimmer im 5. Stock geschleppt werden muss. Und am nächsten Morgen wieder runter. Und dann in einer endlosen Prozedur auch wieder festgezurrt werden muss. Muss? Nein, muss nicht. Am Ende wird jeder feststellen: ein Großteil Kram hätte auch daheim bleiben können – es wurde nicht benutzt.

Es ist dabei egal, ob die Reise nur 2 Wochen oder 2 Jahre dauert, Mensch und Maschine haben immer dieselben Bedürfnisse. Was genau das ist, empfindet jeder natürlich anders, sodass die Zahl der Unterhosen nicht ins Gewicht fällt, die Zahl der T-Shirts jedoch schon. Grundsätzlich sollte die Bekleidung so vielseitig wie möglich sein, also eine lange Hose auch als kurze Hose dienen und aus einem Material, das schnell unter der Dusche mit Duschgel oder Shampoo mit gewaschen werden kann und am nächsten Morgen trocken ist. Jeder von uns stellt in einem eigenen Kapitel seine persönliche Packliste vor.

Den meisten Platz nehmen oft Werkzeug und Ersatzteile ein – und das macht auch das meiste Gewicht aus. Da zahlt sich aus, wenn das Motorrad schon vor der Reise so präpariert wurde, dass man es mit nur sehr wenig Bordwerkzeug komplett zerlegen könnte. So, wie man im Wettbewerb mit dem Bordwerkzeug aus der Hecktasche auch alles reparieren könnte, muss das auf Reisen auch sein.

Welche Ersatzteile müssen an Bord? Weil ich vor dem Start unserer Weltreise wenig Erfahrung mit Wehwehchen von Suzukis hatte, habe ich den „DR Guru“ Stefan Hessler gefragt, welche Teile unbedingt mit sollten. Seine Antwort ist exemplarisch für alle anderen Reisemotoräder: „Einen Zettel mit meiner Telefonnummer. Ich liefere weltweit per Express.“ Das leichteste Ersatzteil der Welt! Er hat natürlich recht. In Zeiten von Internet & Co ist es möglich, jedes Ersatzteil innerhalb kürzester Zeit in jeden Winkel der Welt zu bringen. Und außerdem gibt es mittlerweile in fast jedem Land einen Motoradladen, der passende Teile der richtigen Marke besorgen kann. Unser Ersatzteillager ist dementsprechend klein. Auch das stellen wir Euch detailliert vor.

Man sollte es kaum glauben, aber  was für Ersatzteile gilt, gilt auch für Reifen: die kann man nicht nur daheim kaufen! Es mag zwar in „Hintertupfistan“ nicht der eingetragene und vom TÜV abgesegnete Reifen sein, aber selbst ein nach deutscher Vorstellung „unzulässiger“ Reifen ist besser, als bis zu 20.000km (also: Monate!) die Ersatzreifen mit zu schleppen. Sieht zwar sehr abenteuerlich aus, fährt sich leider auch so.

Was wir ansonsten an Ausrüstung für unseren Haushalt unterwegs haben, stellen wir auch Euch auch genau vor. Und das ist auch schon alles. Und wenn doch etwas fehlt, so kann man es immer unterwegs irgendwo auftreiben. Auch in Hintertupfistan.