Technik

Damit ich unser Reisebudget von unterwegs erarbeiten kann, Ihr diese Webseite nutzen könnt, Jan Videos schneiden, wir Fotos sortieren und unser Leben samt Reise digital organisieren können, haben wir einen ganzen Haufen Technik dabei. Früher gab es das natürlich alles nicht, aber früher ist vorbei und ich möchte die Möglichkeiten dieses digitalen Zeitalters nicht missen! Auch Ihr habt schließlich Spaß und Nutzen an dieser Webseite, in der sehr, sehr viel Arbeit steckt – und letztens auch ein Teil unserer umfangeichen Technik-Ausstattung.

Mittlerweile läuft fast alles über das Smartphone. Den Laptop holen wir beide nur noch zum Arbeiten raus. Dann, wenn es wirklich sein muss. Alles andere machen wir mit unseren iPhones. Jan hat ein iPhone X, ich ein 12 mini. Und wenn ich ehrlich bin: in letzter Zeit bin ich sogar zu bequem, um den PC für Zoom oder MS Teams Meetings rauszukramen. Wir nutzen die Laptops wirklich nur noch, um Fotos oder Videos zu sortieren oder produktiv zu sein: Silke arbeiten und Jan Videos schneiden.

Silke mit Laptop ASUS-Zenbook-UX390

Mein absolutes Lieblingsstück ist mein 13″ Laptop: ASUS Zenbook UX390. 16GB Arbeitsspeicher 1TB SSD Festplatte, i-7 CPU, Harman Kardon Lautsprecher, unter einem Kilo Gewicht, Metallgehäuse,… ein Sahnestückchen! Ich war nie wirklich „Techie“, aber als ich das Teil zum ersten Mal in der Hand hatte, MUSSTE ich ihn als neuen Reisebegleiter haben. Lasst Euch nicht vom Preis erschrecken, die Dinger gibt es mittlerweile gebraucht. Und mit anderem Tastatur-Layout sogar recht erschwinglich… Der Laptop ist bis heute technisch top.

Nachdem mein Asus Zenbook von Jan im Sommer 2018 auf Wasserdichtigkeit geprüft wurde (nicht absichtlich) und alle Pisten sowie einen Sturz vom Tisch wohlbehalten überstanden hat (wurde von Katze mit Spielzeug verwechselt), nutzt Jan seit März 2019 auch das 900g leichte Wunderwerk der Technik ASUS Zenbook UX390. Hoffentlich testet er sein neues Zenbook nicht auch auf Robustheit, indem er es wie im November 2018 das ThinkPad bei 90km/h in die Wüste wirft… 🙂 Leider gibt es das Zenbook nicht mehr mit 1TB Festplatte, sodass Jan jetzt mit 512Gb auskommen muss. Dank externer Speicherlösung klappt das auch und Jan ist begeistert, wie schnell sich seine Videos mit 16 GbRAM rendern. 🙂

Wie sichern wir die Daten? Eine Festplatte, ob extern oder im Laptop, kann auf Reisen schnell mal kaputt oder verloren gehen. Um unsere Daten dauerhaft zu sichern, laden wir grundsätzlich alles in eine Art Cloud. Da die meisten Speicherkapazitäten von gratis-Angeboten mit hochauflösenden Fotos und Videodaten schnell ausgeschöpft wären und wir mit einem kommerziellen Cloud-Anbieter schlechte Erfahrungen gemacht haben, nutzen wir eine andere Lösung: ein Freund hat uns eine eigene Cloudlösung gebaut und wir sichern unsere Daten über seinen für uns eingerichteten Server im Keller seines Elternhauses und an einem weiteren Ort, sodass auch der Keller abbrennen kann und unsere Daten trotzdem sicher sind. 🙂 Ja, dazu braucht man schnelles WiFi. Oder günstiges mobiles Datenvolumen. Beides ist außerhalb von Deutschland bisher für uns immer vorhanden gewesen. In Westafrika sieht es damit im Alltag unterwegs etwas anders aus, aber auch da gibt’s über AirBnb Apartments in großen Städten, die das bieten können. Inklusive Waschmaschine.

Übrigens: wer unterwegs in öffentlichen WiFis von Cafes, Hostels etc. surft, sollte das niemals ohne VPN Tunnel tun. Es sei denn, man hat nichts dagegen, seine Passwörter gleich an die Pinnwand des Hostels zu hängen… Auch, um in Ländern (wie China, Iran, Türkei, VAE,…), in denen das Internet nicht so frei ist wie in Deutschland wie gewohnt surfen zu können, sind VPN Tunnel nützlich. Oder schlicht und einfach dann, wenn man in deutschen Onlineshops Produkte kaufen möchte, die es nur mit deutscher IP Adresse gibt, zum Beispiel in Apotheken. Oder wenn man Voice over IP nutzen möchte, das aber im Reiseland verboten ist. Und wer Heimweh hat, kann ARD und ZDF auch überall schauen, wenn der VPN Tunnel dem Laptop in Hintertupfsistan eine deutsche IP Adresse zuweist. Oder Netflix aus anderen Ländern nutzen. Hier erklärt Euch das „Oma“ (mit deutschem Untertitel):

Verstanden, warum Ihr einen VPN braucht? Wir nutzen den von Astrill und ExpressVPN und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Mindestens einer der beiden läuft ständig im Hintergrund auf Laptop und Handy und wir können nur ganz selten eine Beeinträchtigung der Geschwindigkeit feststellen. Warum gleich zwei VPN? Weil für manche Länder, z.B. im Iran oder China, ein VPN nicht immer reicht, denn manchmal ist es ziemlich schwer, einen Tunnel ins freie Internet zu „graben“. Beide VPN Tunnel gibt es auch als App für iOS und Android fürs Handy oder Tablet. Warum wir für unsere VPN bezahlen? Nun, nichts ist kostenlos auf dieser Welt und überlegt mal, mit was Ihr zahlt, wenn Ihr gratis-VPN nutzt. Mit Euren Daten. Und wem gebt Ihr die bei diesen kostenlosen VPN? Letztens sind gerade erst drei weit verbreitete Gratis VPN Dienste gehackt worden und die Daten standen frei zum Verkauf. Mehr dazu hier. Denkt mal nach, ob das so sinnvoll ist, gratis VPN zu nutzen wenn man damit eigentlich seine Daten schützen will.. .Unser Link zu VPN Express führt Euch übrigens zu 30 Tage gratis VPN. Und wenn Ihr es etwas technischer erklärt haben möchtet (da ist nicht wirklich Omas Stärke), dann schaut Euch das Video an:

Nach ein paar Wochen VPN Nutzung werdet Ihr sicher selbst nicht mehr verstehen, warum Ihr bisher noch keinen VPN hattet. Versprochen! Und sei es nur, um damit Oma anzurufen. (30 Tage VPN gratis) Über Voice over IP zum Beispiel. A propos Voice over IP: Ist das Internet gut genug, kann man darüber „ganz normal“ telefonieren. Wir nutzen dazu Poivy. Die App kann man sich unter www.poivy.com herunter laden und dann vom Smartphone aus ganz normal telefonieren, sofern das WiFi schnell genug ist. Das Beste: im Gegensatz zu Skype und Co sind weltweit in 99% aller Fälle alle Festnetzanrufe kostenlos! Und weil Ihr Eure eigene Handynummer als Anrufer-ID hinterlegen könnt, merkt der Angerufene noch nicht einmal, dass Ihr weit, weit weg seid!

Kindle eBook

Die Erfindung von E-Books hat dazu geführt, dass das Gepäck immens schrumpfen konnte. Stellt Euch vor, wie viele Reiseführer wir mitschleppen müssten, wenn es diese nur in Papierform gäbe! Und dazu noch die Krimis! Ich habe mich für den kindle Paperwhite entschieden. Ich war eigentlich ein Fan von Papierbüchern und gebe zu, mich an die digitalen Ausgaben des Lonely Planets immer noch gewöhnen zu müssen, aber eine Bibliothek möchte ich wirklich nicht mit mir herum schleppen! Seit Juli 2018 nutzen wir keine Reiseführer mehr in Papierform, denn mit einer lokalen Simkarte und der E-Book-Variante des Lonely Planets auf dem Handy erfährt man durch darin enthaltene Links und die eigene Nutzung von google und Wikipedia immer mehr über die Sehenswürdigkeiten, als ein Printbuch jemals liefern könnte. So ein Kindle ist robuster, als man denkt, die aktuellen Modelle sind sogar „wasserdicht“!

Dazu kommt auch noch: ein Kindle spart Geld! Wir nutzen beide ein gemeinsames Kindle unlimited Abo für knapp 10€ im Monat. Da darin auch viele Reiseführer inklusive sind, hat sich das schon längst mehrfach bezahlt gemacht! So steckt der Reiseführer digital mit der kindle App immer in der Hosentasche und eine ganze Bibliothek Schmöker im kindle Gerät. Viele Büchereien daheim bieten übrigens eine „Onleihe“ an, sodass Ihr auch von unterwegs dort (digital) Bücher ausleihen könnt. Jaaa… Bücher ohne Papier fanden wir zu Beginn der Reise auch „blöd“ und Jan hatte daher auch anfangs keinen Kindle. Doch wenn man will, kann man lernen, mit E-Books zurecht zu kommen und lernt während der Nutzung die Vorteile gegenüber eines Papierbuches kennen – und die Vorteile liegen nicht nur im gesparten Gewicht und Volumen! Übrigens funktioniert der Kindle nur in den Ländern, in denen Amazon auch funktioniert, denn man kann darauf keinen VPN Tunnel installieren. Für die 6 Monate Iran haben wir einfach vorher genug Bücher herunter geladen, sodass uns das nicht gestört hat. Und: dass man mit einem Kindle an Amazon gebunden ist, ist ein Gerücht, das sich hartnäckig hält, aber leider keinen Wahrheitsgehalt hat. Man kann auf einem Kindle auch Bücher lesen, die nicht von Amazon sind! Mittlerweile werden E-Books unter Reisenden genauso getauscht wie früher Papierbücher.

Nach unserer 12-tägigen Probefahrt im April 2018 durch Griechenland, Albanien und Mazedonien habe ich meine beiden Kameras im Kittymobil zurück gelassen. Ich fotografiere und filme nur noch mit meinem iPhone. Auf dem Foto ist noch das alte SE zu sehen, mittlerweile nutze ich das 12 mini. Minimalistischer geht es nicht – und die Qualität ist nicht schlecht! Alles, was man erstmal meint, mit der iPhone Kamera nicht machen zu können, kann man mit der App „Camera+2“ ausgleichen. Dann gehen auch Makroaufnahmen, manuelle Blende, manuelle Belichtung, Weißabgleich etc.! Das alte iPhone SE (das vom Foto) nutze ich weiterhin – als Navi! Warum, haben wir weiter unten erklärt.

Nachdem wir, bedingt durch die Pandemie, fast zwei Jahre nur mit Handgepäck unterwegs waren, hat Jan, der bisher mit einem ganzen Kamerarucksack unterwegs war, die Spiegelreflex verkauft. Die war nie zur Hand, wenn es spontan etwas zu fotografieren gab und die meisten Fotos entstanden dann doch mit dem iPhone X statt mit der „richtigen“ Kamera.

Viele Videos, Fotos und auch Nachtaufnahmen (sogar von Nordlichtern!) machen wir mittlerweile auch mit der GoPro8 hero. Die ist so klein und unscheinbar, dass man damit auch im Gedränge, z.B. auf einem Markt, Fotos machen kann, ohne als „Gaffer“ negativ aufzufallen. Auf dem Motorrad montiert ist sie in ihrem Element als Actioncam.

Jan macht auch bewegte Bilder. Meist muss ich dann vor der Kamera schlaue Dinge sagen. Die Videokamera ist eine Panasonic HC-VX11. Ich musste mir von Jan erklären lassen, was dieses große Teil besser kann als die Kamera eines iPhones. Er sagt, es sei insbesondere der Zoom (50x optischer Zoom) und das Richtmikrofon. Da hat er Recht. Da das iPhone aber immer dabei und schneller gezückt ist, entstehen die meisten unserer Videos mittlerweile nicht mehr mit dem großen Ding. Und, fällt es Euch auf? Ist die Qualität unserer Videos jetzt mies? 🙂

Satellitentelefon

Okay, wirklich brauchen tun wir das Teil hoffentlich nie. Aber ein Satellitentelefon ist schon cool. Und beruhigt insbesondere Daheimgebliebene, die sich nicht vorstellen können, dass die Mobilfunknetz-Abdeckung in anderen Ländern oft wesentlich besser ist als in Deutschland. Es handelt sich um ein Thuraya S-2510 Prepaid Sat-Telefon, bei dem man ca. 1,35$ pro Minute zahlt. Jan sagt, „das funktioniert immer bei hervorragender Sprachqualität“. Die Antenne kann man natürlich zum Verstauen auch wieder rein schieben. Wir haben damit schon telefoniert und können nicht verstehen, warum unter Reisenden GPS Tracker favorisiert werden: hier hat man echte Personen „am Ohr“ und kann damit weit mehr machen, als bloß eine GPS Koordinate mit einer Not-SMS auf den Weg zu schicken, wie bei den GPS Trackern. Denkt nochmal nach, googelt – oder sprecht uns an. Ein GPS Tracker ist unterm Strich immer teurer und kann immer weniger als ein Satellitentelefon. Versprochen. Unser Telefon ist nicht mehr auf dem Markt, weil es schon 15 Jahre alt ist. Aber schaut Euch doch mal den Nachfolger an: Thuraya XT-LITE! 

Das Thema „Navigation“ wurde bei uns höchst kontrovers diskutiert. Jan hat zu Beginn der Reise auf sein Garmin GPS 60CSx geschworen und darauf die Open Streetmaps Karten genutzt. Mir hat Jan auch so ein Gerät aufs Motorrad gebaut, aber ich kam damit gar nicht klar. Die Bedienung ist absolut vorsintflutlich, die Funktionen sehr begrenzt, das Ding klobig und zu nichts anderem zu gebrauchen. Seitdem das Ding die Stadt (Archea) Olympia in Griechenland in keiner Schreibweise finden konnte, habe ich das Ding abmontiert und Jan hat es verkauft. Sucht doch Mal testweise selbst die Stadt in Eurem GPS! Kleiner Tipp: sie existiert schon seit einiger Zeit, etwa seit 750 v.Chr…. 🙂

Update 3/2019: Die Welt dreht sich weiter und die Technik verändert sich. Es werden unter Reisenden schnell über Handy Koordinaten ausgetauscht, die App aus anderen Apps (iOverlander, booking, Park4night,…) auf dem Handy mit in den Reisealltag eingebunden. Schon unser sibirischer Gastgeber in Sotchi zur Fußball WM 2018 fand es lustig, dass wir „Westler“ solche Antiquitäten am Lenker hatten! Zugegeben: ich habe auch 2 Monate gebraucht, um zu verstehen, dass man nicht mehr als Organic Maps braucht und habe einige Male andere Overlander befragt, ob das dann „wirklich alles kann“. Kann es. Und kostet nix. Und ist offline. Weg mit dem Garmin, die mit der Verabschiedung von Navigon die Zeichen der Zeit verpennt haben! Auch Jan hat jetzt ein Telefon zur Navigation am Lenker!

Ich nutze mein iPhone SE mit der App „Organic Maps“, die ich aus mehreren anderen, für die Reise nützlichen Apps verknüpfen kann und so z.B. von „booking“ oder „iOverlander“ direkt per Organic Maps zur Koordinate navigiert werde oder mir ganz einfach Nützliches wie Trinkwasserbrunnen etc. anzeigen lassen. Ich erkenne nach Jahren intensiver Nutzung wirklich gar keinen Vorteil mehr von altbackenen GPS Geräten. Mittlerweile sind alle Overlander mit Handy und maps.me oder Organic Maps unterwegs. Maps.me wurde zwischenzeitlich verkauft und macht leider keinen Spaß mehr. Die ursprünglichen Entwickler von maps.me haben die beliebte Version der Navigations-App als „Organic Maps“ wieder auf den Markt gebracht.

Die entsprechende wasserdichte (und somit auch staubdichte!) Halterung mit Ladefunktion für mein iPhone ist zwar leider komplett aus Plastik, hat aber bis jetzt auch Offroadetappen gut überstanden. Update 3/2019: Ein ungeplanter Test mit dem Hochdruckreiniger zeigte: die Halterung ist wirklich wasserdicht. Die neuen iPhones sind zwar wasserdicht (das hat Jan aus Versehen in der Küche auch mal ausprobiert), sodass wir schon Motorradreisende getroffen haben, die einfach nur mit USB Ladekabel und Lenkerklemme mit dem iPhone um die Welt fahren, aber ein wenig Extraschutz hat noch nie geschadet…

Jan hat sich zur Navigation extra ein wasserdichtes, stoß- und vibrationsfestes „rugged Phone“ gekauft, Silke nutzt ihr altes iPhone SE nur noch zur Navigation und im Alltag das 12 mini. Unsere aktuellen Smartphones würden als Navigationsgerät auf unseren Motorrädern leider Schaden nehmen. Das Problem neumodischer Smartphones mit empfindlichen Kamera-Stabilisatoren, Mikrofonen und Lautsprechern sind die Vibrationen vieler Einzylinder wie auch der KTM EXC500 und Honda CRF300L. Quadlock, ein bekannter Anbieter von Handyhalterungen, empfiehlt die Verwendung spezieller Vibrationsdämpfer. Wir trauen denen nicht und haben es anders gelöst. Jans rugged Phone passt auch ganz einfach in die Halterung aus Metall: einfach, aber bewährt – und  auch mit USB Lademöglichkeit verfügbar.

A propos GPS: viele Reisende nutzen GPS-Tracker, um über Apps ihre aktuelle Position online mit anderen Reisenden zu teilen und um jederzeit zu wissen, wo das eigene Fahrzeug ist. Blöd nur, das das jeder weiß, der den Link kennt und dann „unerwarteter Besuch“ kommen kann. Wir zeichnen unsere Reiseroute nicht per GPS auf (wozu Datenmüll produzieren? Nutzt man die Daten später noch? Nein.) und teilen auch keine GPS Koordinaten online. Auch nicht zeitversetzt. Wer uns treffen will, kontaktiert uns direkt. Unser Status auf Instagram / Facebook ist tagesaktuell, wir teilen jedoch niemals öffentlich den genauen Aufenthaltsort. Und trotzdem wissen wir immer, wo unsere Motorräder sind, denn Jan hat einen Apple Airtag in seinem Motorrad versteckt und den Ton deaktiviert. Immer dann, wenn ein iPhone in der Nähe des Motorrades ist und Bluetooth eingeschaltet hat, wird der Standort der KTM übermittelt. Und das funktioniert auch in Westafrika, ohne dass für uns Monatsgebühren, Telefongebühren für SMS-Versand, Roaming-Gebühren oder weitere Kosten anfallen.

Um auch dann Handy, Intercom, GoPro, kindle und Co nutzen können, wenn gerade weder Strom noch Steckdose oder Motorrad da sind oder um das iPhone bei Temperaturen unter -10°C am Laufen zu halten, sind solche externen Akkus super. Es gibt viele Länder, in denen die Stromversorgung nicht gesichert ist und der Strom aus der Steckdose nur dann fließt, wenn ein Generator läuft. Irak zum Beispiel und viele Länder Westafrikas. Auch ideal für faule Tage im Liegestuhl, wenn Mann vergessen hat, den kindle aufzuladen… Die Beschriftung zeigt, wo wir die Dinger unterwegs gekauft haben: in Russland und Schweden. Macht natürlich nur Sinn, wenn man darauf achtet, dass die Dinger immer geladen sind. Anfangs hatten wir eine große Powerbank dabei, da wir aber auch an den Motorrädern laden können und kleine Akkus reichen, ist der „Klotz“ aus dem Gepäck geflogen.

Damit wir nicht bloß hintereinander her fahren, sondern diese Reise auch wirklich zusammen erleben, nutzen wir Intercoms. Schon auf der EISREISE haben uns die Geräte von Sena überzeugt, sodass klar war, damit auch auf Weltreise zu gehen. Außer miteinander reden, kann man noch viel mehr: Radio oder Musik (auch zusammen mit Jan) hören, telefonieren, filmen, das Navi damit koppeln und, und, und. Mir reicht aber die Möglichkeit, mit Jan reden zu können. Deswegen habe ich „nur“ das Sena 50S. Aber auch das hat besten harman / kardon Sound und nutzt die neue Mesh Technologie für beste Übertragungsqualität.

Weil Jan mehr Spaß an solchen Gadgets hat, ist an seinem Helm ein Intercom mit integrierter Kamera befestigt: das Sena 50C. Damit kann Jan mindestens all das machen, was ich mit dem 50S machen kann und hat dazu zusätzlich eine Full HD Videokamera mit weiteren Funktionen in unterschiedlichen Menüs: Zeitraffer, Bilderserien, Einzelfotos… Während Jan damit filmt, kann die Kamera unsere Gespräche mit aufzeichnen, sodass echte Momentaufnahmen entstehen. Schaut mal unsere Videos, dann wisst Ihr, was damit gemeint ist! Danke an SENA, die uns diese Technik zur Verfügung stellen!

Wenn wir abends in einer Unterkunft ankommen, muss ganz schön viel geladen werden. Wir sind zwar komplett autark und können alle unsere Elektronik an den Motorrädern laden, doch das ist nicht ideal. In Unterkünften gibt es wiederum nicht genug Steckdosen, um alles gleichzeitig laden zu können. Weil heutzutage fast alle Geräte eine USB-Lademöglichkeit haben, sind USB-Mehrfachstecker sinnvoll. Damit kann man mit nur einer Steckdose bis zu vier Endgeräte gleichzeig laden. Und wenn das nicht reicht, gibt’s den Dreifachstecker mit zweitem Mehrfach-USB-Stecker. Die dazugehörigen Kabel sind oft ellenlang. Im Handel gibt es aber auch extra kurze Kabel, die den Kabelsalat verhindern und Gepäck sparen. Achtet darauf, dass die Mehrfachstecker auch ordentlich Leistung haben, sonst ist der nächste Stromausfall schneller da, als Ihr Euren Kram aufgeladen habt…

Ausgemustert

Seit 2022 sind wir mit kleineren Motorrädern und kleinerem Gepäck unterwegs. Logisch, dass ein Teil „Luxus-Technik“ ausgemustert wurde. Nach dem ersten Jahr mit weniger Gepäck (obwohl wir vorher auch schon weniger hatten als der Durchschnitt) stellen wir fest: es fehlt nichts und wir haben immer noch viel Luxus dabei! Folgende Technikartikel haben wir aussortiert:

Jans Fotos kamen anfangs aus einer Canon EOS 500D mit Batteriegriff für laaaange Akkuleistung. Mit Ersatzakkus hatte Jan 9 Akkus dabei. So viele? Ja, weil wir oft mehrere Tage ohne „Landstrom“ unterwegs sind und die Akkus nur über 220V geladen werden können, brauchte Jan so viele Ersatzakkus, um die Kamera immer einsatzbereit zu haben. Dazu gehörten zwei Objektive: Canon 18-55mm und Sigma DG 70-300mm. Davor gab es diverse Filter: CPL/Polfilter, FLD, UV, ND2, ND4 und ND8. Der Blitz war ein Neewer Speedlight 561 mit dazugehörigem Falt-Diffuser und Standfuß. Um die Timelaps Aufnahmen zu machen, gab es eine Fernbedienung mit Kabel von Purus, Model MC-36B. Selfies gehen damit natürlich auch 😊 Reicht das Kabel nicht, gab es noch eine Funk-Fernbedienung von Purus, PU-300. Vielleicht habt Ihr den kleinen Funkauslöser schon auf dem einen oder anderen Foto von uns entdeckt?

Update 3/2019: Sicher wird es irgendwann die Situation geben, in der Jan den großen Zusatzblitz vermisst. Weil aber alles, was wir im ersten Weltreisejahr nicht genutzt haben, weg kommt, hat der Blitz die Heimreise angetreten.

Update 1/2020: Seitdem Jan das iPhone X besitzt, nutzt er die Spiegelreflexkamera nicht mehr. Auch er hat entdeckt, wie man mit der richtigen App auch am iPhone manuell fotografieren kann und hat die große Kamera in den letzten Monaten nur noch für Tieraufnahmen mit Teleobjektiv genutzt. Irgendwann reist der dicke Kamerarucksack ohne uns zurück nach Deutschland!

Update Mai 2022: Die gesamte Fotoausrüstung ist verkauft, das Gepäck um einen riesigen Klotz erleichtert und die Fotos von iPhone, GoPro und Panasonic gut genug, um der riesigen Ausrüstung nicht hinterher zu trauern. Ja, für manche Tier-Erlebnisse in Afrika wäre eine solche Kamera nützlich, doch wir konzentrieren uns lieber auf das Erlebnis als auf die Technik.

Stativ im Feld

Wer billig kauft, kauft 2x. Leider auch Jan. Das erste Stativ hatte Plastikverbindungen und hielt von Krefeld bis Kroatien. Das zweite Stativ war komplett aus Alu gefertigt und wesentlich robuster. Das sollte rund um die Welt halten! Mittlerweile ist das Zomei aber auch verkauft!

Sena Prism Actioncam

An Jans Motorrad „Oskar“ waren zwei Sena Prism Actioncams befestigt. Um die Position der Kameras immer wieder je nach Situation wechseln zu können, waren an diversen Stellen Halterungen befestigt, sodass Jan schnell umstecken konnte. Die Prism kann grundsätzlich mindestens das, was Jans Helmkamera 10S Pro konnte und zusätzlich noch ein paar Features wie zum Beispiel eine Time Laps Funktion. Darüber hinaus konnte auch Silke von ihrem Motorrad aus die Kameras ansteuern. Natürlich nehmen auch die Prisms unsere Gespräche mit auf, sodass manchmal wirklich lustige Aufnahmen entstehen. Warum die Prism nicht mehr an Bord sind? Sie können leider kein 4K und wir filmen mit allen anderen Geräten in höherer Auflösung.

Mini-Beamer von Asus

Das werdet Ihr sicher nicht einpacken. Aber wir lieben den Mini-Beamer. Auch von Asus. Mit Metallgehäuse, LED und starkem Akku. Der Stecker dient nur zum Größenvergleich. Trotz der Minimaße schafft der Asus Zenbeam Beamer ein ordentliches Bild in halbwegs abgedunkelten Räumen, wirklich beeindruckend! Natürlich wollten wir nicht im Zelt ein Heimkino aufbauen, aber unsere Idee war, mit dem Beamer unsere Bilder zu zeigen. Entweder in Situationen, wo aufgrund von Sprachbarrieren wenig Kommunikation möglich ist, man aber den Abend miteinander verbringt oder um tatsächlich unsere EISREISE zu zeigen. Bisher haben wir die EISREISE allerdings erst auf einem riesigen LCD Heimkino vorführen dürfen und haben den Beamer ansonsten dazu genutzt, mit Bettlaken oder weißen Wänden im Hostel Kinoabend zu veranstalten. Seit Herbst 2022 ist der Beamer nicht mehr im Gepäck.

Zum Heimkino gehört auch diese kleine Boom Box, die aus Laptop und Beamer eine große Heimkino-Anlage macht. Oder bei tristem Regenwetter das Zimmer einer billigen Absteige etwas fröhlicher gestaltet. Der JBL Flip 4 ist wasserdicht und hat einen Akku, der einige Tage für Musik sorgt. O.k., die Farbe ist super hässlich. Das liegt daran, dass es ein Ausstellungsstück war und bei dem Preisnachlass die Farbe egal war. Der Stecker dient wieder nur zum Größenvergleich. Die Boom Box ist im Zuge der Gepäckverkleinerung auch aus dem Gepäck geflogen. Silke vermisst sie gar nicht, Jan manchmal, wenn wir Videos am Laptop streamen. Update 3/2019: Auch der Mp3 Player ist verkauft, Jan hat jetzt Musik auf seinem iPhone dabei. Das ersetzt somit „Knipse“, Kamera, Soundrecorder, MP3 Player und GPS – 5 Geräte weniger an Bord! Da ist der Preis für so ein „teures Obst“ plötzlich gar nicht mehr so astronomisch…

Mobiles Internet von Skyroam

Ganz neu für uns war 2018 dieses Teil: SOLIS mobiles Internet. (Auch hier dient der Stecker wieder nur dem Größenvergleich.) Mit diesem Ding können wir in über 130 Ländern wann immer wir möchten online gehen, ohne dafür lokale Simkarten kaufen zu müssen. Man kann einen Tagespass für 8,50€ kaufen oder ein Monatsabo für 85€ abschließen und bekommt dafür mobiles Internet ohne Limit. Luxus, meint Ihr? Jein. Unterm Strich sind 8,50€ billiger als die Rechnung für Kaffee im (Internet-) Café am Ende eines langen Arbeitstages. Und auf Internet immer so lange zu warten, bis man ein Hostel (für mehr als 8,50€) gefunden hat, in dem das Netz gut genug ist, wäre nervig und limitierend. Grundsätzlich kaufen wir lokale Simkarten. Aber die sind nicht immer sofort nach Einreise in ein neues Land verfügbar. Und das kollidiert manchmal mit Abgabefristen von Texten (ja, ich arbeite!). Oder manchmal sind wir nur auf Durchreise und kaufen gar keine Simkarte. Und wenn wir dann doch Internet brauchen, dann ist der SOLIS perfekt. Ein weiterer Vorteil ist: eine lokale Simkarte greift nur auf die Netzabdeckung eben dieses einen Anbieters zurück. Der SOLIS greift auf mehrere Anbieter zu und konnte uns daher schon an Orten mit Internet versorgen, an denen wir mit dem Handy kein Netz hatten. Luxus für Internetjunkies und perfekt für alle, die online Geld verdienen. Update Herbst 2022: Wir haben den Solis gerne aber nicht oft genug genutzt, um ihn weiter mit uns herum zu schleppen. Auch hat sich Silkes Arbeitssituation hinsichtlich deadlines und Fristen geändert, sodass ein paar Tage offline kein finanzielles Problem mehr darstellen. 

Weltreise-Adapter mit eine kleine Dreiersteckdose

Um all unsere Technik auch betreiben zu können, brauchen wir ja auch Strom. Laptops, Handys und Intercoms können wir direkt am Motorrad oder Auto laden. Alles andere braucht „Landstrom“, der nicht überall auf der Welt aus den passenden Steckdosen kommt. Dazu hatten wir den Weltreise-Adapter dabei und eine kleine Dreiersteckdose, um nicht jedes Ding einzeln laden / betreiben zu müssen. Update Herbst 2022: Während unserer pandemiebedingten Reisezeit mit Handgepäck haben wir gelernt, dass der Adapter unnötig ist. Dank der externen Akkus hatten wir immer genug Strom für unsere Smartphones, bis wir einen Adapter im Reiseland selbst gekauft haben. Und diesen vor Ort gekauften Adapter haben wir vor der Ausreise immer verschenkt, sodass er das Handgepäck nicht unnötig belastet hat. Wir haben daraus gelernt und den Adapter nicht mit nach Westafrika genommen.

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