
Wir sind am südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents angekommen: Kap Agulhas. 40.000km seit Bulgarien. In 30 Monaten entlang der Westküste haben wir 24 afrikanische Länder bereist. Nicht alle mit dem Motorrad (Inselstaaten und Visa machen das manchmal unmöglich), aber alle mit großer Neugier.
Nach zwei Tagen in unserer süßen Hütte bei Lamberts Bay war es Zeit für uns, in die letzte Etappe zu starten. Am selben Datum wie der Tag, an dem wir vor exakt 10 Jahren auf dem Standesamt unser Aufgebot bestellt haben, würden wir in Kapstadt zum Sonnenuntergang auf den Tafelberg zufahren und das Ende unserer Westafrikaroute einläuten. Ein langer, festlicher Tag, den wir feierten, bevor wir in Kapstadt ankamen.

Südlich von Lamberts Bay liegt, einfach am wilden Strand, das berühmteste Restaurant Südafrikas, dessen Lage von National Geographic unter die Top 10 der Welt „Top Ten Sea Views to Dine For“ gekürt wurde: Muisbosskerm. Nur am Wochenende, und das auch nicht immer, wird dort etwa drei Stunden lang bewirtet. Das Restaurant besteht aus einer Art großem Bretterverschlag rund um eine lange, offene Feuerstelle, auf der gekocht und gegrillt wird. Drumherum und am Strand stehen einfache Holztische. Gegessen wird von Blechtellern, es gibt kein Besteck, jeder nimmt sich Miesmuschelschalen und schneidet, gabelt und löffelt damit.

Ab 12 Uhr wird in der Mitte gebrutzelt: Fisch und Meeresfrüchte ohne Ende, dazu Gemüse, Salat, frisch gebackenes Brot, südafrikanische Eintöpfe („potjes“), Paella, für Fleischfreunde Rippchen, Haxe und Speck. Angerichtet wird auf Tischen, die aus Strandgut zusammengezimmert wurden und etwa alle halbe Stunde gibt es ein paar neue Gerichte: gegrillter Fisch, Miesmuscheln, frittierter Fisch, Paella, Calamari, scharf angebratener rosa Thunfisch mit Ingwer-Soja Sauce, Fischsuppe, Matjes, Grillgemüse, Gemüsepfanne, Bratkartoffeln, Süßkartoffeln, Kürbis, griechischer Salat und… Langusten!

Wer zusätzlich zum „großen Fressen“ Languste möchte, muss 5€ Aufpreis zahlen und landet dann bei einem Gesamtpreis von 28€ für ein gehobenes all-you-can-eat Buffet in traumhafter Lage mit einer schönen Stimmung aus Hippie und Boho, lauter netten, entspannten Leuten, die an den großen Tischen alle bunt gemischt zusammensitzen und das gute Essen in tollster Kulisse genauso genossen wie wir. Im Meer schwammen Seebären herum und winkten mit ihren Flossen und Taucher holten die Langusten vor den Augen der Gäste aus den Felsen und erschienen in tropfenden Anzügen auch am Buffet.

Vorne in der Schüssel: das „Besteck“.
Es war windig und daher nicht wirklich warm, aber es war so eine schöne Stimmung nach „Sonntag am Meer“ und „Sommerferien“, das Essen war grandios, die Kulisse sowieso und alles zusammen der perfekte Ort, um unser „Ankommen“ zu feiern. Dort war auch der erste Ort auf der gesamten Reise, an dem die Menschen begriffen, was es heißt, bulgarische Nummernschilder zu sehen. In allen anderen Ländern war das entweder zu abstrakt oder zu schwer zu begreifen. Doch hier dämmert es jedem sehr schnell: Ihr seid von Europa bis hierher auf eigener Achse gefahren?

Bis der Nachtisch (ein leckerer, gebackener „Kürbisbrei“) auf dem Feuer stand und der „Cowboykaffee“ in einer riesigen Blechkanne daneben auf den Flammen vor sich hin köchelte, waren wir es tatsächlich schon ein wenig leid, all den lieben Menschen die immer selben Fragen zu beantworten. Ein solches Maß an Aufmerksamkeit kannten wir gar nicht. Ja, selbst gefahren. Nein, nicht verschifft. Nein, nicht gefährlich. Ja, es war weit. 40.000km weit. Nein, nicht 13, sondern 30 Monate. Nach drei Stunden Völlerei reihten wir uns ein in die Gäste, die zurück vom Wochenende am Meer nach Kapstadt fuhren. Noch 250km bis zum ersten der beiden Finale.

Und es zog sich. Der Wind, der uns seit Namibia begleitete und meist als Gegenwind für Kampf und Muskelverspannungen sorgte, machte es uns auf den letzten Kilometern nicht leicht. Aber ein bisschen Anstrengung nach der Völlerei ist ja auch nicht schlecht. Jan ist die Strecke schonmal gefahren und sah den Tafelberg schon genau 100km vor Kapstadt: in der Ferne lockte er im Dunst des frühen Abends und wurde immer größer, je näher wir heranrückten.

Und plötzlich – bam! – waren wir da! Inmitten der Hochhäuser, inmitten einer der angeblich schönsten Städte der Welt, inmitten von Kapstadt. Und auch da: unsere Nummernschilder erregten Aufmerksamkeit, wir wurden an Ampeln angesprochen: Ihr kommt wirklich auf dem Landweg aus Bulgarien? Ja, weit: 40.000km, 30 Monate, nicht 13, sondern 30. Man merkt, die Leute sind hier gebildet und wissen, wo Bulgarien ist und was es bedeutet, bis hierher gefahren zu sein. Okay, nicht alle. Ein paar deutsche Touristen hielten uns für Bosnier. Weil Bosnien ja in der EU ist und EU-Kennzeichen hat? Was stimmt da nicht? Wir beide haben die bulgarische Flagge mit Wappen und ausgeschriebenem Wort „Bulgaria“ auf den Motorrädern. Ursprünglich, um in der DRC (Demokratische Republik Kongo) nicht als Belgier durchzugehen, seit Namibia aber hauptsächlich für deutsche Touristen, die uns aus Belgrad oder Bosnien vermuten… Eigentlich wollten wir unser Ankommen auf dem Noon Gun Aussichtspunkt, etwas unterhalb von Signal Hill und wenig besucht zelebrieren, aber gemeinsam mit einem Jogger standen wir verwirrt vor einem verschlossenen Tor. Dann doch noch schnell auf den Signal Hill hoch!

Das wollten zu Sonnenuntergang aber viele Menschen und so landeten wir in einem kleinen Verkehrschaos auf der engen Bergstraße. Wir stellten die Motorräder ab und liefen die letzten Meter. Die Massen saßen alle dem Meer und Sonnenuntergang zugewandt, wir liefen auf die andere Seite, wo nur vereinzelte Menschen saßen und wie wir den Tafelberg im feierlichen Licht des Sonnenuntergangs bewunderten. Vor und unter uns lag Kapstadt. Wir waren angekommen. 30 Monate waren wir entlang der westafrikanischen Küste unterwegs, um diesen Moment zu erleben.

Kurz bevor die Sonne wirklich über dem Meer unter ging, stellten wir uns zu den Massen und genossen das Schauspiel. Das war’s! 10 Jahre nach der Anmeldung unserer Eheschließung standen wir in etwas verschwitzten Klamotten über Kapstadt und hatten viel Wehmut im Herzen: vorbei! Das Ende eines ganz besonderen Reisekapitels. Sowas wird es nie wieder geben! Das Gefühl des „game over“, das uns seit Angola beherrscht, gemischt mit Dankbarkeit und Freude darüber, dass wir all das erlebt haben und heil angekommen sind trieb Tränen in die Augen.

Während wir da so standen kam ein Mann und gratulierte uns. Er selbst war vor 15 Jahren über die Ostroute nach Kapstadt gefahren und kannte den Moment des Ankommens. Tja – und das war’s dann wirklich. Angekommen, Sonne unter gegangen, es wurde dunkel. Und wir mussten noch in unsere Unterkunft: das Hostel, in dem Jan damals auch gewohnt hat. Wir waren zu spät für die Rezeption, alles war dunkel, es war laut weil mitten in der Stadt, die meisten Gäste waren schon im Bett und wir waren einfach nur k.o. und fielen erschöpft ins Bett.

Müde vom schönen Tag am Strand, müde von all den Emotionen, müde vom Wind und ein wenig „Leere“ in uns. Für den nächsten Tag hatte sich Jan ein „ich mache Silke verliebt in Südafrika“ Programm ausgedacht, aber ich mochte Südafrika ja schon seit der Einreise und den ersten 4km Kurven nach der Grenze. 370km voll Kurven und genialer Landschaft hatte Jan aufs Serviertablett gelegt und wir kurvten uns die in Namibia eckig gefahrenen Reifen wieder rund. Kurvenspaß ohne Ende, aber etwas verhalten, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, nicht jetzt, auf den wirklich allerletzten Metern, noch irgendetwas kaputt zu machen.

Wir fuhren durch Elim, einem Örtchen wie aus dem Bilderbuch: kleine, reetgedeckte weiße Häuser entlang einer kleinen Straße, die zu einer ebenfalls reetgedeckten Kirche führt. Eine ehemalige Missionsstation, 1824 von den deutschen Herrnhuter Brüdern gegründet. Bis auf dass die Straße heute geteert ist, hat sich am sogenannten „Stadtbild“ in den vergangenen 200 Jahren nicht viel verändert. Leider gibt es dort keine Einkehrmöglichkeit für einen Kaffee oder auch nur ein kleines Lädchen, sodass wir außer Fotografieren nicht viel machen konnten. Es ist ja kein Museum und alle Häuser noch bewohnt!

Aufgrund der Erfahrungen vom Vortag fuhren wir direkt zum Hostel und checkten vor 18 Uhr ein. In Namibia hat uns schon genervt, dass Geschäfte und Cafés so früh schließen, aber in Südafrika ist das noch schlimmer. Viele Geschäfte schließen schon um 17 Uhr, Cafés spätestens um 15 Uhr und alles andere, wenn man Glück hat, „erst“ um 18 Uhr. Wenn man wie wir aus einem Land kommt, wo es kein sonntägliches Marktverbot gibt wie in Deutschland und gerade 30 Monate in Afrika verbracht hat, wo es gar keine geregelten Öffnungszeiten gibt, ist das sehr gewöhnungsbedürftig.

Mit dem Zimmerschlüssel in der Tasche fuhren wir dann die allerletzten 10km zum südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents: Kap Agulhas. Ich habe mich immer gefragt, warum das Kap nach Nadeln benannt wurde, aber schon bei der Anfahrt sah ich es: spitze, Felsen, die im Abendlicht silbrig leuchten. Nadeln eben, ganz klar!

Wir fuhren auf den Parkplatz und waren da. Sehr ernüchternd. Ich hatte mir vorgestellt, bis zum Denkmal vorzufahren und das Reisekapitel dort „richtig“ abzuschließen, aber als Jan vor 15 Jahren da war, gab es noch keine Wanderwege aus Plastik-Holzplanken, noch keine Verbotsschilder und auch keine Ranger. Jetzt ist das alles so „geordnet“, dass wir in unseren MX-Stiefeln zum Denkmal poltern und ohne Motorräder ankommen mussten. Dort haben wir die obligatorischen Fotos gemacht, beziehungsweise machen lassen: ein deutsches Urlauberpaar war gerade dort.

Wir blieben noch, bis die Sonne unterging. Links der indische Ozean, rechts der Atlantik. Als wir am nördlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents waren, haben wir dort im Zelt übernachtet und ich hätte es schön gefunden, das am südlichsten Punkt auch zu tun, aber Südafrika ist zivilisiert und da herrscht Ordnung. Draußen schlafen geht da nicht so einfach. Trotzdem ein schöner Ort, um das Kapitel zu schließen. Wir waren angekommen.

Und hatten Hunger! Auf, zurück in den Ort ins „Fish & Chips“ Restaurant. Aber wir sind ja in Südafrika und da darf man um 19:03 Uhr nicht mehr Hunger haben. Denn die Restaurants schließen um 19 Uhr. Nicht im Zentrum Kapstadts natürlich, aber in kleinen Orten überall. Die Snackbar an der Tankstelle hatte noch geöffnet und als wir um 19:50 die Papierservietten in den Mülleimer warfen, wurde hinter uns die Tür geschlossen. Feierabend, auch dort. Wir saßen dann noch ein bisschen auf der Terrasse vor unserem Zimmer im Hostel und gingen ins Bett. Irgendwie nicht ganz so der Abschluss, der es hätte werden sollen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nochmal zum Denkmal, nochmal filmen und fotografieren und nochmal schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, das Abschlussfoto mit Motorrädern zu machen. Ging nicht, die Ranger waren da und was verboten ist, ist verboten. Nein, hier war keine deutsche Kolonie wie in Namibia, deswegen ist es auch sonst hier wesentlich entspannter. Nur eben dort nicht.

Und dann war „Feuer frei“. Wir waren angekommen. Jetzt war der „offizielle Teil“ geschafft, jetzt konnten wir es „brennen lassen“ und eine der schönsten Küstenstraßen der Welt mit ein bisschen Unvernunft und großzügiger Auslegung der Geschwindigkeitsbegrenzung entlang „braten“, dass die Stollen glühen. Und immer wieder anhalten, um ein Foto zu machen, die Aussicht zu genießen und sich des Lebens zu freuen. Die Region hier ist so unglaublich schön!

Ich konnte noch nie verstehen, warum Menschen so Norwegen-affin sind, so Island-geil und Schottland Fans. Ja, ist schöne Landschaft da, aber auch grundsätzlich Mistwetter, Massentourismus, mürrische Einheimische, schlechtes Essen und horrende Preise. Hier ist die Landschaft sehr ähnlich bis viel spektakulärer, mindestens 9 Monate im Jahr blauer Himmel und Sonnenschein, kein einziges Wohnmobil verstopft die Straße, kein Vanlifer dekoriert die Landschaft mit Toilettenpapier, die Einheimischen sind die Liebenswürdigkeit in Person und das Essen ist gigantisch gut und extrem günstig für die hohe Qualität.

Wir flogen durch die Landschaft, genossen hinter jeder Kurve einen anderen, spektakulären Blick auf weiße Strände, wilde Buchten, raue Felsen, nette Orte, steil aufragende Felswände, grüne Wiesen, duftende Kiefern, schäumende Wellen, Gischt in der Luft, beste Straßen und Fahrspaß ohne Ende. Die „Angstnippel“ sind nun abgefahren.

Wir besuchten die Pinguine in Bettys Bay. Die dort lebenden Brillenpinguine sind die einzige Art Pinguine in Afrika und gerade dabei, auszusterben. Jan war vor 15 Jahren schonmal dort und sagte spontan „wo sind die alle hin?“. Tja, gestorben sind sie alle. Und zwar verhungert, weil der Mensch mit seiner industriellen Fischerei ihnen das Futter wegfrisst. Brillenpinguine fressen Sardinen und Sardellen – und Menschen auch.

Die einzige Pinguinart Afrikas kommt nur in Angola, Namibia und Südafrika vor. Dort, wo der kalte Benguela Strom aus der Antarktis für nährstoffreiches Wasser und viele Fische sorgt. Und genau da fischt auch der Mensch mit seinen riesigen Fischfabriken und hat den Bestand der Tiere in jüngster Zeit, zwischen 2019 und 2023 halbiert. Nein, nicht die Chinesen, denen man gerne alles in die Schuhe schiebt: Insbesondere eine Firma aus Südafrika ist dafür verantwortlich, deren Sardinen unter der Marke „Lucky Star“ wir seit Zentralafrika selbst im kleinsten Dorfladen gesehen und auch gekauft haben. Auch wir beide haben also den Pinguinen die Nahrung weggefuttert.

Es ist traurig zu sehen, wie so etwas in jüngster Zeit passieren kann. Mittlerweile gibt es Fangquoten und Schutzzonen, aber ob und wie das funktioniert, können wir nicht abschätzen. In dem Land, das sich Touristen gegenüber scheinheilig als Natur- und Tierschutzland vermarktet, Namibia, sind diese Richtlinien schon wieder gelockert worden und Experten entsetzt. Um in Zahlen zu sprechen: 2023 gab es nur noch 9900 Brutpaare weltweit. Und leider leiden die Tiere diese Brutsaison 25/26 so extrem unter Hunger, dass die geschwächten Tiere und Jungtiere leicht von Raubtieren wie Haien gefressen werden und deswegen insbesondere jetzt gerade das große Aussterben weitergeht.

Wir „ballerten“ weiter über die Küstenstraße und ließen es krachen, dass die Herzen vor Glück hüpften. Seit der Republik Kongo hatten wir keinen Fahrspaß mehr und hier war jetzt auch der „Druck weg“ und die Gashand freier als sonst in Afrika. Diese Fahrt wurde zum eigentlichen Abschluss des Reisekapitels. Mit rundum-Lachen unter dem Helm und vor Glück leichter Seele. Wir kehrten spontan ein (um 17 Uhr, Lektion gelernt!) und genossen einen riesigen Teller Muscheln in Wein-Sahnesauce mit hausgebackenem Weißbrot für 6€, bevor wir weiter die Küstenstraße entlang flogen.

An einem der vielen Aussichtspunkte lernten wir vier junge Deutsche kennen, die in der Region um Kapstadt jeden Winter verbringen. Warum sich im Winter in Deutschland ärgern, wenn hier Sommer ist? Eines der beiden Pärchen ist schon mit zwei Motorrädern nach Nepal gefahren und hat nun hier ein eigenes Motorrad stehen, um Deutschland jederzeit entfliehen zu können. Von ihnen erfuhren wir auch, wie unsere Visa-Sorge gelöst werden kann und wie wir hier länger unterwegs sein und das Land stressfrei genießen können.

Wir knallten im warmen Abendlicht den berühmten „Chapman`s Peak“ mit seinen 114 Kurven entlang, der seine 2,50€ Maut wirklich wert ist. Das war unser Abschluss, unser Highlight, unser Ende des Kapitels, unser letzter Fahrspaß, bis wir im November wieder genau dort ansetzen werden. Im letzten Abendlicht zogen wir in unser Airbnb ein, in dem seitdem die Waschmaschine ununterbrochen läuft. Bis Sonntag noch wachen wir mit Blick aufs Meer und Tafelberg vom Bett aus auf (nein, wir machen da keine Vorhänge zu!) und bereiten die Einlagerung vor.

Während Ihr das hier lest, lagern wir Motorräder und Gepäck in der Nähe von Kapstadt ein: bereit, um im November in ein neues Kapitel zu starten. Mit neuem Vorderreifen, neuen Handschuhen, frisch gewaschenen und entsalzten Klamotten und Motorrädern und durchsortiertem Gepäck. Die Reise ist nicht zu Ende, nur das Kapitel „Westküste“ ist nun geschlossen. Wir müssen nach Hause fliegen, um unsere Aufenthaltsgenehmigung in Bulgarien zu verlängern und hoffentlich eine 10 Jahre gültige „long term residency“ zu bekommen. Ja, Bulgarien ist EU-Mitglied und auch Schengen, aber die EU existiert mehr in den Köpfen derjenigen, die noch nicht versucht haben, in einem anderen EU-Land zu leben. Für mich ist es das dritte EU-Land und es ist jedes Mal nicht so einfach, dort legal langfristig leben und arbeiten zu dürfen. Das mit der EU ist mehr Theorie als Praxis und mehr Wunschdenken als Realität.

Nachdem wir die Motorräder samt Gepäck eingelagert haben, bleiben wir aber noch eine knappe Woche hier, um uns Kapstadt anzusehen und weiter zu genießen. Viele Weltreisende, deutsche Rentner und Auswanderer sind der Meinung, das sei die schönste Stadt der Welt und der Zuzug Deutscher nach Kapstadt ist enorm. Fast an jeder Ecke hört man Deutsch. Nicht wie in Namibia von Touristen in fotogenen 4×4 mit Dachzelt auf „Expedition und Abenteuer“, sondern von Menschen, die Kapstadt zu ihrer zweiten Heimat gemacht haben. Sei es zum Überwintern oder dauerhaft. Menschen, die das urbane Leben schätzen – und auch das nötige Kleingeld haben, sich hier eine Bleibe zu leisten. Übernachten und Wohnen ist das einzige in Südafrika, was nicht günstig ist.

Auch wir ziehen um aus unserem etwas teuren Airbnb mit Parkplatz, Waschmaschine und herrlicher Aussicht in ein kleines Zimmerchen ohne alles, aber mit Bett. Wir werden sowieso mehr draußen sein und noch den Sommer genießen, bevor es in das europäische Wintergrau geht. Nicht lange, ab Mitte März sind wir wieder unterwegs, ein neues Reisekapitel aufschlagen. Nicht hier, denn da kommt dann schon der Herbst auf der Südhalbkugel und weil wir ja keine Heizung und Scheibenwischer am Motorrad haben, sind wir auf Sommerwetter angewiesen. Und bis das wieder in Kapstadt herrscht, reisen wir im Sommer der Nordhalbkugel in die Ferne…
Während wir Kapstadt genießen, könnt Ihr gleich zwei unserer drei Highlights Namibias in einem Video sehen: die größte Seebären-Kolonie der Welt und Flamingos am pinkesten See, den wir jemals gesehen haben:
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