Wir hatten ja beide schon mehr Reiseerfahrung als der Durchschnitt, bevor wir auf Motorrad Weltreise gingen. All diese Erfahrung floss in die Wahl unserer Motorrad Weltreise Ausrüstung. Nun, 13 Monate und fast 18.000 Motorradkilometer später, ist unser Erfahrungsschatz noch größer geworden und wir möchten ihn mit Euch teilen. Grundsätzlich pflegen wir jede Änderung unserer Ausrüstung auch in die entsprechenden Kategorien unter “Equipment” ein.

Motorradklamotten Silke

Motorradjacke Silke

Ich bin mit meiner Held Carese II Motorradjacke immer noch überaus glücklich. Die GoreTex Über- oder Unterjacke ist wirklich wasserdicht, die Belüftungsöffnungen auch in großer Hitze ausreichend. Sehr sehr nervig ist, dass die GoreTex Regenüberjacke während der Fahrt am Rücken hoch rutscht. Dan saugt sich die Motorradjacke darunter voll und es wird nass und kalt. Ein einfacher Kordelzug im Saum könnte das verhindern, aber vielleicht hat bei Held ja niemand die Jacke bei Regen länger als bis zur Eisdiele getestet? Ich weiß jetzt, dass ich alle paar Kilometer einen Kontrollgriff an den Rücken machen muss, um die Jacke wieder nach unten zu zupfen. Was mich wütend gemacht hat war die schlampige Verarbeitung.

Bei einer Jacke, die 600€ kostet, sollte man erwarten können, dass sicherheitsrelevante, reflektierende Embleme nicht billig auf den Oberstoff geklebt, sondern mit ihm vernäht sind. Wäre auch kein Problem gewesen, denn die Jacke hat ja keine Membrane drin. War wohl 80 Cent zu teuer. Nach der ersten Wäsche waren die Dinger ab. Wir haben sie mit Nahtdicht wieder angeklebt. Apropos „Wäsche“: die Protektoren stecken in passgenau gearbeiteten Protektorentaschen. Obwohl sie durch die Passgenauigkeit nicht verrutschen können, werden sie zusätzlich mit extrem starkem Klett befestigt, was die Montage und Demontage erschwert und sehr nervt. Denn waschen muss man die Jacke leider öfter als andere: die Farbauswahl für Damen beschränkt sich nur auf das reiseuntaugliche beige. Sieht chic aus, aber nach dem ersten rußenden russischen LKW vor einem ist aller Chic dahin. Wer mit häufiger Wäsche oder respektlosem Dreckschwein-Look klarkommt, genug Geduld für unnötigen Klett hat und Nahtdicht dabei, wird mit der Carese II einen treuen, hochfunktionalen Reisebegleiter finden. Was die Jacke alles Tolles kann, seht Ihr in diesem Video, das wir gedreht haben:

Die Stadler Evo Hose war ja von Beginn an schon ein Kompromiss und musste erst zum Schneider. Sie ist super bequem und absolut angenehm zu tragen, auch in großer Hitze. Die GoreTex Überhose ist dank Stretch die bequemste Regenhose, die ich je hatte und so robust, dass sie auch beim Trekking oder Reiten schon zum Einsatz kam.

Trotzdem bin ich auch hier von der Qualität einer 800€ Hose enttäuscht: der breite Gummibund war nach der ersten Wäsche schon nicht mehr schwarz, sondern grau und ist mittlerweile „pillig“. Der angeblich „rutschfeste“ Belag am Hosenboden war nach 5000km schon weiß gescheuert. Weil Frau wahrscheinlich als Sozia stillsitzt und sich nicht wie ich aktiv beim Offroadfahren auf der Sitzbank bewegt? Ich hatte von dem Material mehr erwartet.

Was sich die Entwickler bei Held wohl dabei gedacht haben, die Innenhand meiner Held Evo Thrux Handschuhe aus hellgrauem Leder zu gestalten? Weil Frau als Sozia nur den Speckbauch des Fahrers umklammert und nicht die Hebeleien aus Aluguss? Jeder Griff zu Bremse oder Kupplung macht die Handschuhe noch schwärzer. Ziemlich blöd und unnötig. Wie bei der Jacke ist das Emblem nur aufgeklebt und nicht aufgenäht, sodass es sich schon im Sommer 2018 verabschiedet hat. Nicht schlimm, ist ja nicht sicherheitsrelevant wie bei der Jacke! Die Handschuhe sind super bequem und sicher, sodass ich sie natürlich weiterfahren werde. Auch der Held Nierengurt ist perfekt, er hat mittlerweile einige Runden in Waschmaschinen gedreht und noch kein bisschen darunter gelitten.

Neu in meiner Motorrad Weltreise Ausrüstung ist meine Widder System II Heizweste die schon bei unserer EISREISE (eiskalte Hochzeitsreise – im Winter mit zwei Motorrädern ans Nordkap) gezeigt hat, was sie kann: kuschelig warm machen dank beheiztem Kragen und durchgehend verarbeiteten Heizdrähten statt weniger Heizplatten. Wir müssen Anfang April, wenn es dazu eigentlich noch ein paar Grad zu kühl ist, vom sommerlich warmem Persischen Golf ins hoffentlich frühlingshafte Teheran fahren, um rechtzeitig unseren Besuch vom Flughafen abzuholen. Und wie wir letztens auf dem Rückflug von unserem Heimaturlaub gesehen haben, liegt noch viel Schnee auf den Bergen, die uns von Teheran trennen. Außerdem sind wir Ende des Sommers mit Autofahrern zusammen im Himalaya unterwegs. Wenn die Autofahrer Scheibenwischer und Heizung anschalten, möchte ich mir zumindest einen kleinen Luxus während der Fahrt gönnen. Besuch in Teheran? Himalaya mit Autofahrern? Ihr lest richtig: 2019 wird ein spannendes Reisejahr!

Mein Helm, der Shoei Hornet ADV ist auch ein treuer Begleiter mit Bleiberecht. An ihm gibt’s nix zu meckern! Ein klasse Helm, dem ich anfangs wirklich kritisch gegenüberstand…

Ebenso meine Alpinestars Tech 8, die ich seit Jahren und Jahren fahre und immer wieder mit dem neuen Modell „upgrade“. Sie sind durch nichts außer sich selbst zu ersetzen. Warum ich mich für diese oder jene Motorradklamotte entschieden habe, habe ich Euch hier erklärt: Motorradbekleidung Silke

Reisetaschen auf dem Motorrad

Mein Gepäcksystem, die Satteltaschen und das Rackpack von Ortlieb beweisen seit fast 18 Jahren, dass ich nichts anderes brauche – und will. Kein Verbesserungsbedarf, klare Empfehlung! Und durch das Ausmisten ist da jetzt noch mehr Platz drin als vorher. Hier stelle ich Euch mein Motorrad vor und erzähle auch, warum ich seit fast 20 Jahren Softbags fahre: DR350S Pet

Motorradklamotten Jan

Jacke Jan

Jan musste sich – unter großer Trauer – von seiner tollen Alpinestars Revenant Jacke trennen. Der Reißverschluss-Schlitten zerbrach im Herbst 2018. Da es sich um einen speziellen, wasserdichten Reißverschluss handelt, der nicht beim „iranischen Schneider um die Ecke“ repariert werden kann, hat Jan die Jacke direkt zu Alpinestars nach Italien geschickt. Dort versprach man, den Reißverschluss zu reparieren.

Leider ersetzten die „Helden des Kundenservices“ dort den wasserdichten Spezialreißverschluss durch einen stinknormalen, groben und luftig-wasserdurchlässigen Jackenzipper, sodass der Sinn einer 3-Lagen-Laminatjacke nun völlig dahin ist. Die Jacke gibt es nur noch auf dem US Markt und nicht mehr in Europa, sodass Alpinestars für seine verpfuschte Reparatur noch nichtmal eine neue Jacke liefern konnte. Was so toll an der Revenant Jacke ist, dass Jan ihr zu Recht hinterher heult, erklärt er Euch in diesem Video:

Alpinestars entschuldigte sich zwar für die verpfuschte Reparatur und Jan hofft nun, die 850€ Anschaffungspreis von FC Moto zurück zu bekommen, da die Jacke nun zum 2. Mal in wenigen Wochen nach Italien geschickt wurde, aber unterm Strich nützen Entschuldigungen nichts, wenn man trotzdem ohne Jacke dasteht.

Alpinestars schickte in allerletzter Sekunde die Alpinestars Yaguara Jacke als Ersatz. Jan hat zwar nun eine Jacke zum Anziehen, aber so gut wie seine ursprüngliche Motorradjacke ist sie nicht. Kein GoreTex, kein Trinkrucksack, dünneres Material, weniger Taschen, weniger Belüftungsöffnungen…

Da ich mit meiner Held Carese II GoreTex Über-/Unterjacke eine „stadtfeine“ Regenjacke dabei habe, musste Jan bei Regen mit der meist staubigen Motorradjacke als Wetterschutz durch die Stadt laufen. Das war doof und so hat er in Deutschland seine ultra kleine mini Fahrrad-Regenjacke aus dem Kittymobil gekramt. Die gab’s Mal bei ALDI und bewährt sich seit vielen Jahren. Es muss nicht immer teuer sein – denn im Outdoorladen sind diese ultraleichten Teile auch ultrateuer.

Die vom Schneider zur Reisehose umfunktionierte KTM Rallyehose bleibt. Bequemer geht es kaum und in Kombination mit der GoreTex Regenhose aus dem Militärbedarf ist die Hose absolut weltreisetauglich. Auch wenn KTM draufsteht und wir Suzuki fahren.

Jans Thor Spectrum Handschuhe haben auch Weltreisetauglichkeit bewiesen und sind, so wie der Held Nierengurt, in Top Zustand. Bereit für die nächsten Kilometer! Nur die Held Sambia dürfen nach 4 Jahren in Rente. Mittlerweile sind sie nach hoher Kilometerleistung dabei, sich aufzulösen. Eine aufgeplatzte Naht hat ein Schuster in Albanien geflickt, das neue Loch besiegelt nun den Renteneintritt. Jan ist so überzeugt von der Haltbarkeit, dass er sich genau das Modell wieder gekauft hat.

Jans Helm, der Scorpion ADX-1 Anima hat sich nicht als sehr haltbar erwiesen. Die Halterung der kleinen Feder der Sonnenblende brach schon im August 2018 ab. Bei Scorpion versprach man sofort Ersatz, also einen neuen Helm, doch der konnte nur nach Hamburg und nicht nach Tiflis geliefert werden. An sich ein toller, selten so gut erlebter Kundenservice, aber auf Weltreise trotzdem nicht ganz nützlich. Jan hat in Georgien die gebrochenen Plastikteile notdürftig repariert. Der neue Scorpion Helm wartete bei unserem Heimaturlaub schon in Hamburg.

Jan und ich schwören auf MX Stiefel aus den oberen Regalfächern von Alpinestars. Sicherer kann man seine Füße nicht verpacken! Ihr könnt Euch vorstellen, dass im Sommer bei Temperaturen von über 45°C in solchen dicken Stiefeln nicht gerade das beste Klima herrscht. Und die daraus entstehenden Gerüche brauche ich nicht beschreiben: Ihr kennt das bestimmt… Ich kenne das NICHT, denn in meinen Alpinestars Tech 8 Stiefeln sind Innenschuhe integriert, die schnell zum Trocknen aufgehängt werden und zum „Entmüffeln“ in die Waschmaschine wandern. Nachdem wir Jans Stinkstiefel in Armenien mit Chlorwasser mit aller Gewalt in sozialverträgliches Schuhwerk verwandelt haben, stand Jans Entschluss: er tauscht die Tech 7 gegen ein neues Paar Alpinestars Tech 10 Stiefel mit Innenschuhen aus. Und dann duften unsere Stiefel nur noch nach Rosen. Oder so. 😊

Motorrad Weltreise Ausrüstung

Unsere gesamte Motorrad Weltreise Ausrüstung haben wir für Euch unter “Equipment” ausführlich einzeln alles abfotografiert und erklärt. Im Text kenntlich gemacht sind auch alle Änderungen, sodass wir hier nur das Wesentliche zusammenfassen.

uralten Therm-a-Rest Isomatten

Unser „Schlafzimmer“ bleibt, wie es ist. Unser System mit kuscheliger Daunendecke für zwei und leichten Sommerschlafsäcken für kältere Nächte hat sich samt Inlays auch in Nächten um den Gefrierpunkt absolut bewährt. Einzig Jan tauscht sein großvolumiges Kuschelkissen gegen ein aufblasbares Kopfkissen aus, um Platz im Gepäck zu sparen. Mehr über unser “Reisebett” lest Ihr hier: Schlafzimmer

Wir hatten ja noch nie viel Gepäck, aber alles lässt sich doch noch etwas optimieren. Wir ersetzen zum Beispiel unsere Packwürfel durch „Compression Cubes“, die die gleiche Menge Klamotten auf ein kleineres Packmaß zusammenschnüren. Was wir sonst noch alles aus unserer Motorrad Weltreise Ausrüstung ausgemistet haben, lest Ihr hier: Wir haben ausgemistet!

Motorrad Weltreise Technik

Die gesamte Technik, mit der wir unterwegs sind haben wir unter “Technik” für Euch ganz ausführlich vorgestellt. Hier erzählen wir nur von den Änderungen, die sich im Frühjahr 2019 ergeben haben.

In Sachen Technik gönnt sich Jan mehrere Upgrades. Sein Lenovo Thinkpad geht in Rente, der Einsatz meines ultraleichten, ultraflachten ASUS Zenbook UX390 hat Jan überzeugt. Insbesondere die 16GB Arbeitsspeicher locken ihn, um in Zukunft die Videos mit weniger Nervenaufwand schneiden zu können. Jans Lenovo hat ja im Dezember den Sturz aus dem Motorradkoffer bei 90km/h fast unbeschadet überstanden, aber auch mein Zenbook hat bewiesen, dass die neueste Generation der „Ultrabooks“ absolut robust ist. Nicht nur das Metallgehäuse überzeugt, der Laptop hat auch unfreiwillig seine Wasserdichtigkeit bewiesen, als Jan ihn gleich im Juni gemütlich geflutet hat und das Wasser aus allen Öffnungen aus dem Laptop heraus strömte…

Ist Jan zunächst noch mit Printbüchern unterwegs gewesen, hat er mittlerweile gelernt: das ist nicht mehr zeitgemäß. Früher gab es in Hostels Büchertausch-Regale, heute nicht mehr, die Mehrheit liest digital. Fremdsprachige Bücher sind teuer und nachdem Jan in Eriwan nochmal tief in die Tasche griff, um Printbücher zu kaufen, haben wir nun ein Familienkonto bei kindle unlimited, lesen beide für knapp 10€ im Monat unbegrenzt viele Bücher digital – inklusive aller Reiseführer. Jans neuer kindle lag seit Weihnachten in Hamburg bereit, bis dahin las Jan auf dem Handy mit der App. Auf seinem alten Handy, denn auch da gab es ein großes Upgrade…

Jans neues iPhone X ersetzt gleich viele Geräte: die kleine Canon Ixus Kamera, den Soundrecorder und das GPS. Obwohl Jan das Garmin noch zur Beruhigung oder aus Nostalgiegründen weiterhin am Lenker haben möchte, hat er nun auch eine wasser- und staubdichte Lenkerhalterung mit Ladefunktion für sein iPhone. Von mir abgeguckt und seit tausenden Kilometern auch offroad für gut befunden. Das iPhone X ist eigentlich wasser- und staubdicht, aber durch die Hülle noch zusätzlich geschützt, denn billig ist der Kram ja nicht! Übrigens: ja, man kann das Display immer ablesen, wenn man die Halterung an der richtigen Stelle im richtigen Winkel montiert. Und ja, man kann es auch mit (Sommer-) Handschuhen bedienen. Auch wenn es hinter Plastik in der Halterung steckt. Und: man kann es mit dem SENA Intercom koppeln, aber den Luxus braucht man nicht.

Sena Prism Actioncam

Apropos SENA: wir sind auch im mittlerweile dritten Jahr mit unseren diversen SENA Prism Actioncams immer noch zufrieden. Allerdings sind die Halterungen aus Plastik und das dem ständigen Einsatz unter UV-Strahlung und den Vibrationen eines großen Einzylinders sowie häufigem Offroad Einsatz nicht gewachsen. SENA liefert zwar immer sehr schnell Ersatz, aber Jan hat nun alle Halterungen nun durch RAM Mount ersetzt. Nachdem wir beim Mitbewerber GoPro nämlich auch nur sehr ähnliche Plastikhalterungen gesehen haben, gibt es für uns keinen Grund, nicht mit SENA weiter zu kommunizieren und zu filmen. Die Geräte sind gut, nur die Halterungen scheinen bei allen Herstellern aus Plastik und somit nicht für die Ewigkeit gemacht zu sein.

Bei den SENA Intercoms gab es ein Upgrade: Jan filmt und kommuniziert nun mit dem SENA 10C Pro, ich quatsche mit dem SENA 20S dazwischen. 🙂 Warum wir die ausgetauscht haben? Nun, der Akku von Jans altem 10C hatte wohl bei -37°C auf der Fahrt zum Nordkap gelitten und hielt die Filmerei nicht mehr den ganzen Tag durch. Kommunikation war aber trotzdem möglich, der “Saft” reichte aber einfach nicht mehr für die integrierte Kamera. Ich entschied mich in dem Zuge zum Wechsel vom 10S aufs 20S, um eine noch größere Reichweite zu haben. Danke an SENA, die uns diesen Wechsel ermöglicht haben!

Jan träumt seit Jahren von einer Drohne, nun hat er sich mit dem Kauf der Mavic Air einen Traum erfüllt. Er übt noch das Fliegen damit, aber ein erstes Video hat er in unserem Urlaub auf Fuerteventura schon gedreht…

Weltreisemotorräder und deren Ausrüstung

Unsere Weltreisemotorräder “Pet” und “Oskar” haben sich bewährt. Jedes der Fahrzeuge haben wir einzeln unter “Fahrzeuge” vorgestellt. Streng genommen gehört ja auch noch unser “Haus”, der VW T4 zu den Weltreisefahrzeugen, doch hier geht es nur um die Zweiräder:

RMS metalwork Alukoffer

Auch Jan weiß aus eigener erster Weltreiseerfahrung, dass sein Gepäcksystem, die handgeschweißten RMS Alukoffer an handgeschweißten Gepäckträgern Marke Eigenbau perfekt sind. Den einzigen Sturz auf die Koffer bisher konntet Ihr im Video sogar fast life mitverfolgen 🙂 Dazu das Ortlieb Rackpack und die kleinen BW Kampftaschen für Ersatzteile und das Reisegepäck ist fertig! Günstig, haltbar und bewährt. Mehr zu Jans Gepäck lest Ihr hier: DR650RSE Alles bleibt bei unserem Motorrad Weltreise Gepäck, wie es ist.

einen kleinen und großen Zigarettenanzünder sowie zwei USB Steckdosen im Cockpit

Was das Dauergerappel nicht überstanden hat, waren die USB Steckdosen an Jans DR650RSE. Ob es am großen Einzylinder liegt? An meiner DR350S funktionieren sie noch einwandfrei. Ersatz in Form von Zigarettenanzünderbuchsen statt USB Steckdosen liegt schon bereit, damit wir beim Wildcamping weiterhin alle Elektrogeräte und Akkus an zwei Motorrädern aufladen können.

Jans DR650 „Oskar“ erlebt die wohl größte Veränderung: Jan fuhr seit September 2018 mit einer riesigen Delle in der 17“ Hinterradfelge herum. Ein willkommener Grund, auf ein 18“ Hinterrad von Hessler Motorsport umzubauen. Erstens kommt Oskar dadurch etwas höher und zweitens können wir beide die gleiche Reifengrößen fahren. Und das ist die Größe, die auch die China-Motorräder nutzen und für die wir im Iran gerade Mal 7-12€ pro Reifen zahlen. Das macht sich schnell bezahlt!

Außerdem gönnt sich Jan eine neue Sitzbank, denn seine Eigenkreation war trotz Perserteppich nicht perfekt. Die neue, deutlich höhere und anders geformte Sitzbank kommt von Hessler Motorsport und soll Jans Popo weiter durch die Welt schaukeln. Mit Perserteppich natürlich!

Sehr zu meinem Leidwesen sind die Stecker meiner Heizhandschuhe kaputt gegangen. Nicht die Stecker, die wahrscheinlich Jahrtausende halten und vom Heizteufel mitgeliefert werden, sondern die Stecker, die wir im Elektronikladen in Krefeld gekauft haben. Das Plastik scheint nicht UV stabil zu sein und bröselt, das Metall rostet und die Kabel liegen blank. Wir haben im Laden in Krefeld reklamiert und nun eine verbesserte Ausführung dabei.

Lenkrad mit Daumenpumpe für Öl

Mein Low Budget Kettenöler ist Gold wert. Die Kette auf der DR350S hat nun über 28.000km gelaufen und ich musste sie noch kein einziges Mal nachspannen. Einziger Nachteil des manuellen Kettenölers: Bei Temperaturen unter 10°C wird das Gummi der „Blase“ so steif und das Öl so zäh, dass ich nicht die Kraft im Daumen habe, um die Gummiblase richtig zu drücken. Gut, dass wir selten bei solchen Temperaturen fahren! Jans Scott Oiler läuft auch problemlos, allerdings zum sechsfachen Preis…

Auch der Benzinsack hat sich mehrfach bewährt. Nicht nur, um nach dem Benzinklau bei Jan von einem Motorrad zum anderen „Benzinspende“ zu machen, sondern auch, um mit Russlands Tanksystem besser klar zu kommen. Man muss da nämlich immer vor dem Tanken genau wissen, wie viele Liter man tanken wird. Und erst nach dem Bezahlen der geschätzten Menge darf man diese dann auch zapfen. Um immer richtig voll tanken zu können, haben wir also jedes Mal etwas mehr geschätzt und waren so immer sicher, wirklich „full“ getankt zu haben. Unseren dreitägigen Aufenthalt in der Maranjab Wüste haben wir auch nur mit dem Benzinsack auf der letztendlich durch die Rallye spontan entstandenen Route geschafft. Spontan sein kann so schön sein und ein leerer Tank hätte uns von einer Rallyeteilnahme abgehalten.

Eigentlich weiß man das ja: „wer billig kauft, kauft 2x“. Aber manchmal ist „nicht billig“ auch ganz schön teuer. Ich war zu geizig, für die Küche genug Silikonbeutel zu kaufen und habe drei billige Plastik-Klarsichtbeutel dazu gekauft. Was zunächst einen robusten Eindruck gemacht hat, wurde schon im Herbst schwach: an den Knickstellen des Rollverschlusses wurde das Plastik erst weiß, dann bildeten sich Risse. Und dann passierte das, wovor die Dinger eigentlich schützen sollten: Reis und Buchstabennudeln überall! Also nochmal Geld in die Hand nehmen und diesmal richtig kaufen: ab März sind alle unsere Lebensmittel in Silikonbeuteln, denn die sind haltbar bis ans Ende der Welt – bei jeder Temperatur. Und da rechnet sich der Preis dann doch.

Und was war noch so? Wir haben unsere gesamte Motorrad Weltreise Ausrüstung unter „Equipment“ mit den Erfahrungen des ersten Weltreisejahres ergänzt. Dort findet Ihr in der jeweiligen Kategorie weitere Infos und Bezugsadressen zu unserem gesamten Gepäck. Wie es unseren Motorrädern auf den ersten knapp 18.000km ergangen ist, lest Ihr hier: Zwischenbilanz Weltreise Motorräder

Wir hoffen, Euch mit unserem jährlichen Review unserer gesamten Motorrad Weltreise Ausrüstung zeigen zu können, dass es wirklich manchmal besser ist, auf Altbewährtes zurückzugreifen, statt Dinge neu zu kaufen. Und dass Weniger in jedem Fall mehr ist, wenn es um das Gepäckvolumen geht. Denn dazugekauft haben wir nach einem Jahr außer der Drohne kein einziges Teil. Im Gegenteil: wir haben 2 Tüten voll Gepäck aussortiert! Was alles Mitreiseverbot bekommen hat, lest Ihr hier: Wir haben aussortiert!

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