Nein, 1001 Nächte sind es nicht, aber ja, wir sind immer noch in Isfahan. Ja, das ist ganz schön lange. Aber die Stadt ist auch ganz schön schön! Und es tut ganz schön gut, mal wieder irgendwo ein bisschen „heimisch“ zu werden.

Wir sind vor knapp 4 Wochen in Isfahan angekommen. Unser Guesthouse haben wir so gewählt, dass es wunderschön genug ist, um darin länger zu bleiben. Von Anfang an war klar, dass Jan dort mindestens 2 Wochen wohnen würde, da ich ja zwischendrin 9 Tage weg war, um in die Mongolei zu fliegen.

Das Guesthouse befindet sich in einem 200 Jahre alten Haus mit wunderschönem Innenhof und mehr als gastfreundlichen Inhabern. Pet fand im Hof einen schönen Stellplatz, Oskar steht seit fast einem Monat unter einer Blumentischdecke versteckt an der Rezeption. Das Frühstück ist traumhaft mit viel Obst, Gemüse und liebevollen Details wie Rosenblüten im Tee oder Käse. Hier lässt es sich mehr als gut aushalten!

Die erste Woche, die wir beide hier waren, war mit Organisatorischem voll bepackt: Jans Visum musste verlängert werden, was im Gegensatz zu Ämtern in anderen Städten einen halben Tag gekostet hat und erst einmal abgelehnt wurde. Außerdem haben wir einen Tag im Sitzstreik bei Turkish Airlines verbracht, weil die meinen Flug von Istanbul nach Isfahan gestrichen haben und für den dadurch entstandenen Aufenthalt von 34 Stunden in Istanbul kein Hotel bezahlen wollten.
Außerdem brauchte Pet einen neuen Sitzbankbezug, denn das Leder ihrer Sitzbank hat wohl die Extremklimate Nordkap bei -37°C und Aserbaidschan bei +45°C nicht gut vertragen. Das Leder war zum Schluss so spröde, dass man mit der Fingerspitze locker Löcher stechen konnte. Und um in Ulan Batar ein kleines Ersatzteillager für nächstes Jahr zu haben, waren wir noch Lager kaufen.
Und dann brauchte ich für den strengen Winter in der Mongolei Winterbekleidung. Klingt easy, aber weil hier alle Klamotten aus China kommen und Iranerinnen und Chinesinnen kleiner sind als ich, war es schwer, einen Wintermantel zu finden, der mir passt. Ich habe nach langer Suche einen in 2XL gefunden. ZWEI IX- ELL! Ich! Mann, muss ich gewachsen sein! Winterstiefel gab es gar nicht, die habe ich beim Stopover in Istanbul bei Decathlon gefunden. 🙂 Und dafür musste auch noch ein Koffer her, um mit den Winterklamotten in die Mongolei zu fliegen.
Ulla und Bernd, die wir schon in Georgien und Armenien getroffen hatten und mit denen wir zusammen in den Iran eingereist waren, kamen auch 4 Tage nach Isfahan in die Unterkunft. Es war schön, wie mit Freunden in Urlaub! Nur, dass wir keinen Urlaub machen, sondern das hier unser Leben ist. Meist abends, nach „getaner Arbeit“, sind wir los gezogen: zum Imam Platz, zu den alten Brücken, zum Bazar,…
Zu unserem Reiseleben gehört, es langsam anzugehen und uns gelegentlich die Zeit zu nehmen, ein bisschen „anzukommen“. So, wie für uns im Sommer Tiflis eine „home“base war, ist Isfahan im Iran für uns ein Ort, um anzukommen und uns wirklich einzuleben. In Stadtvierteln unterwegs zu sein, wo uns Menschen erstaunt ansprechen „ich habe hier in der Gegend noch nie einen Ausländer gesehen!“, das Busliniensystem langsam zu verstehen, ohne die Haltestellen lesen zu können, Stammkunde im Saftladen oder im Falafel-Imbiss zu werden.
Und in das Land einzutauchen, statt es nur zu betrachten. Hier mit zu leben, statt nur zu besuchen. Mit unseren Gastgebern zum Einkaufen auf den Bazar zu fahren, mit ihnen auf dem Bauernmarkt außerhalb der Stadt Gemüse kaufen, bei den Eltern zu Hause Tee (und Wein!) zu trinken.
Mit den Einheimischen in der Mittagspause in einem engen, kleinen Teehaus Mittagstisch bestellen und ganz neue Gerichte kennen lernen, mit dem Finger auf Gerichte auf Nachbartischen zeigen und mutig gelbes Fleischpüree (lecker!) und Lammsuppe löffeln, dazu Minzjoghurt mit Eis trinken und klebrig süße Teilchen futtern.
Den Freitag, also „Sonntag“, mit ihnen in den Park zu fahren, wo die ganze Stadt unter buntem Herbstlaub spazieren geht. Iranische Gerichte zu probieren, mit Freunden zu grillen und über das Leben im Iran zu erfahren. Einfach den Alltagstrott ein bisschen mit(er)leben und eintauchen.
Das Einleben geht so weit, dass wir uns im Bus selbstverständlich getrennt setzen: Männer vorne, Frauen hinten. Kontrolliert wird übrigens auch strikt nach Geschlechtern getrennt: Männer kontrollieren vorne, Frauen hinten. Die Geschlechtertrennung ist hier Alltag und auch in unsere Gehirne als Selbstverständlichkeit hineingesickert.
Nach einer Woche in Isfahan flog ich über Istanbul und Bishkek in die Mongolei, um für den Schweizer Jurtenhändler und guten Freund „Jurtenkönig“ 16 Jurten und diverse Ersatzteile zu bestellen. Das mache ich etwa alle 2 Jahre 2x im Jahr und nach 8 Monaten auf Reisen war es irgendwie „heimatlich“, in Ulan Batar bei -16°C aus dem Flieger zu steigen. Ulan Batar begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und blendend schönem, knackig kaltem Winterwetter, was ich die 5 Tage lang richtig genoss, trotz der dicken Minusgrade!
Nach 9 Tagen war das Reisebudget wieder aufgebessert und ich zurück bei Jan in Isfahan. Jan wurde während meiner Abwesenheit von der Familie der Unterkunft adoptiert und mit iranischen Köstlichkeiten bekocht. Auch, wenn er schon satt war: er musste schlemmen! Es muss furchtbar gewesen sein. 😊
Zwischen den ganzen Schlemmereien hat er dann doch Zeit gefunden, ein paar Videos zu schneiden. Das von der tollen Zugfahrt von Dorud nach Andimeshk:

Und, eines meiner Lieblingsvideos: unsere Tour durch den Balkan mit Kittymobil, um zu unseren in Bulgarien stehenden Motorrädern zu kommen. Während meines unfreiwilligen Aufenthaltes in Istanbul hatte ich letzte Woche nur 500km bis „nach Hause“ ins Kittymobil in Bulgarien und Jan und ich hatten beide nach dem Video ein wenig Sehnsucht nach „zu Hause“…

Kaum war ich zurück, ging das Organisieren weiter: unsere Handys waren gesperrt, denn wer ein Telefon in den Iran einführt, muss innerhalb der ersten 4 Wochen dafür 18% Steuern zahlen, sonst wird das Telefon geblockt. Dazu kommt, dass Ausländer im Iran nur für 4 Wochen eine Simkarte bekommen dürfen. Nach etlichen Besuchen beim Telefonanbieter und bisher 5 langen Besuchen im Mobilfunkladen ist nun mein Telefon funktionstüchtig, Jans aber immer noch nicht. Wir hatten zunächst überlegt, ohne Handy weiter zu machen, aber die zwei Tage, die wir das probiert haben, haben gezeigt: heute ist es mit Mobiltelefon so viel einfacher! Schnell über google translate Sprachbarrieren überwunden, Kontakte, Links und Infos über WhatsApp ausgetauscht, schnell etwas bei Wikipedia nachgeschlagen, Links aus dem e-book REiseführer angeklickt, um mehr über Sehenswürdigkeiten zu erfahren, die Speisekarte übersetzt, …
Außerdem war die Weihnachtspost zu erledigen und es ist uns tatsächlich gelungen, Weihnachtskarten aufzutreiben! Unsere Gastgeber wussten sofort, wo: im armenischen, christlichen Viertel! Dort gibt es im Schreibwarenladen nicht nur Weihnachtskarten, sondern auch nebenan einen ganzen Weihnachtsladen! Bizarr nur die nach islamischem Recht gekleideten Verkäuferinnen… Die Weihnachtspost dann auch noch zu verschicken hat auch fast drei Stunden auf dem Postamt gedauert. Nicht nur, weil die iranische Post so arbeitet wie die deutsche, sondern auch, weil wir dafür drei Passkopien brauchten. Gut, dass wir das Handy dabei hatten, welches online war und aus der Cloud unsere Dokumente abrufen und dem Mann vom Copyshop per WhatsApp schicken konnten! Moderne neue Welt, ohne Smartphone und mobiles Internet nicht möglich!
Ich hatte für einen uns (noch) unbekannten Iraner, der in der Nähe der Grenze zu Turkmenistan alle Overlander zu sich einlädt, 1620 US$ aus der Türkei eingeführt. Nun musste das viele Geld von Isfahan zu ihm und das möglichst kostensparend! So trafen wir im Obergeschoss des Basars einen „gemeinsamen Freund“, der das Geld annahm und ihm weiter überweisen wird. Der Iran ist nicht an das internationale Bankensystem angeschlossen und so sind einfache Dinge wie „aus Polen Geld in den Iran überweisen“ (das Geld kam von einem Polen) eine zeitraubende Angelegenheit über andere Länder und Mittelsmänner wie mich. Klar, dass dann auch noch ein Kaffeeschwatz fällig war!
Ach, meine Jeans ging kaputt und ich brauchte eine neue Hose. Gar nicht so einfach, wenn man keine chinesischen Streichholzbeine hat und diese „skinny Jeans“ aus China daher noch nicht einmal bis zur Kniekehle ziehen kann, weil es an den Waden schon klemmt. Nun kennen wir so ziemlich alle Klamottengeschäfte im Stadtteil Jolfa und wurden nach stundenlanger Suche fündig. Die Hose ist zu lang, aber das richtet die Schere!
Und immer wieder trafen wir Menschen, die uns in einer Art und Weise helfen, wie wir es aus Deutschland nicht kennen. Gestern haben wir nach dem Weg gefragt, weil wir die Wegskizze auf Persisch nicht lesen konnten. Statt uns den Weg zu erklären, fuhr uns der Mann, den wir gefragt hatten, einfach mit seinem Auto dort hin. Oder als wir heute ein Taxi anhalten wollten, hielt eine Familie mit dem Auto an und fragte, ob sie uns helfen könne. Als wir erklärten, wir brauchen nur ein Taxi, haben sie für uns das Taxi gemacht. Einfach so.
Wir verbrachten auch Stunden (Tage!) online, um unsere Weiterreise zu organisieren: die Fähre vom Iran in die Vereinigten Arabischen Emirate ist nicht so einfach, denn es handelt sich um eine Frachtfähre, auf der unsere Motorräder von Fahrzeug zu Fracht „umdeklariert“ werden müssen. Außerdem ist die Fähre recht teuer und dank der Vorkommnisse in Istanbul ist unser ursprünglicher Plan, von Dubai aus über Saudi Arabien weiter zu fahren, nun geplatzt. Es gibt keine Visa, weswegen Dubai für uns eine Sackgasse ist. Wir müssen aber nach Dubai, weil wir von dort aus schon einen Flug zur goldenen Hochzeit von Jans Eltern gebucht haben. Ohne die Motorräder in die VAE zu reisen, spart uns knappe 1800€, aber wir können die Motorräder nicht alleine im Iran lassen, weil das Carnet de Passage während unserer Abwesenheit abläuft. Mal sehen, welche Lösung wir da finden! Reisen ist also alles andere als Urlaub, sondern ein Haufen Organisation und so einige „Bürotage“!
Wir möchten außerdem in die Wüste Lut fahren und da man das nur mit speziellen Permits und Guides tun darf, wir aber gerne mit Motorrädern und nicht als Passagiere auf der Rückbank irgendwelcher Autos dort Spaß haben wollen, ist auch das nicht gerade einfach. Eine Lösung haben wir immer noch nicht wirklich. Und unsere Idee, China mit dem eigenen Fahrzeug 1-2 Monate zu bereisen statt nur in den üblichen 5 Tagen im Transit durch zu rasen, nimmt auch langsam Gestalt an! Für China braucht man nämlich auch einen Guide, einen chinesischen Führerschein, chinesische Fahrzeugpapiere und, und, und…
Wenn wir nicht solche Dinge organisierten, haben wir uns endlich auch die touristischen Highlights angesehen, wegen der wir Isfahan für die schönste Stadt des Irans halten. Wir waren beide schonmal hier, sodass wir es damit nicht eilig hatten und es uns eher darum ging, Erinnerungen aufzufrischen. So besuchten wir die „kleine gelbe Moschee“ am Imam Platz genau zur richtigen Tageszeit, als das Licht durch ein Fenster genau so auf einen kleinen Pfau in der Mitte der Kuppel trifft, dass der dadurch entstehende Schatten den Schweif des Pfaus bildet. Danke an Ulla für das wunderschöne Detail!
Die große Imam Moschee am Kopf des Platzes wird gerade renoviert. Zum 2. Mal in 20 Jahren, denn als ich das erste Mal da war, standen Baugerüste, als Jan vor 12 Jahren hier war, waren sie weg und nun sind sie wieder da. Wir haben Fotos verglichen. Die Moschee ist atemberaubend schön mit den bunten Kacheln, den kleinen Innenhöfen, den prunkvollen Dekoren und verzierten Kuppeln.

Wir hatten Glück und ein Mann aus einer Reisegruppe stellte sich unter die Kuppel und sang! Was für eine Akustik!
Der Ali Quapu Palast hatte mich bei meinem ersten Besuch sehr beeindruckt. Und das hat er wieder geschafft!

Ich habe auch in den letzten 22 Jahren seit meinem ersten Besuch dort nichts vergleichbar Beeindruckendes gesehen wie die Wände und Decken des „Musikzimmers“ im 6. Stock des Palastes aus dem 16. Jahrhundert.

Und der Blick von der Terrasse auf den Imam Square, einem der größten Plätze (und ganz sicher der allerschönste!) der Welt ist wunderschön.

Weil jetzt im November absolute Nebensaison ist, haben wir die meisten Sehenswürdigkeiten so ziemlich für uns alleine und können stundenlang genießen und treffen dabei maximal auf eine einzige Reisegruppe.
Da wir beide ja schon hier waren, vergleichen wir oft mit früher. Der größte Unterschied zu früher ist, dass der Fluss, über den 11 Brücken führen, seit etwa 8 Jahren komplett ausgetrocknet ist. Wir beide waren noch an den wunderschönen Brücken, unter denen das Wasser strömte und heute liefen wir durch das trockene Flussbett. Sehr schade! Das Bild oben zeigt die schönste Brücke 1996 mit Wasser… Schön sind die Brücken immer noch, aber es fehlt etwas…
Bei manchen Sehenswürdigkeiten sind wir uns nicht immer gleich sicher, ob wir da schonmal waren, oder nicht. Die große Freitagsmoschee, 900 Jahre alt und ganz aus Ziegelsteinen gebaut, kam mit zunächst unbekannt vor. Doch plötzlich wusste ich wieder, dass ich schonmal da war, denn ein Raum dort hatte mich damals wie heute beeindruckt und rief die Erinnerungen wieder wach. Im Gegensatz zu den anderen Moscheen im Land ist diese nur wenig verziert und alle Muster entstehen durch das Mauerwerk der Ziegel, nicht durch Kacheln oder Farben.
Dass wir beide noch nicht in der Vank Kathedrale waren, darüber waren wir uns einig. Nur hatten wir uns unter „Kathedrale“ etwas anderes vorgestellt als eine Kirche, die von außen fast wie eine Moschee aussieht und von der Größe her eher eine Dorfkirche als eine Kathedrale ist.
Als wir in Armenien waren, haben wir ja viele Klöster und deren Kirchen besichtigt und so waren wir gespannt, wie uns diese armenische „Kathedrale“ gefallen würde. Nun, die Fresken waren toll, fast wie ein Comic, aber leider auch toll restauriert.

Unser Lieblingskloster in Armenien war ähnlich reich bemalt, aber nicht restauriert und gefiel uns daher viel besser. Die Vank Kathedrale ist so gut restauriert, dass die Gemälde fast unecht wirken…
Die letzte Sehenswürdigkeit, für die wir uns in der Märchenstadt entschieden hatten, war der Chehel Sotun Palast, der für mich (wahrscheinlich) neu war, für Jan nicht. Leider war das Wetter sehr herbstlich und grau, sodass alles etwas fad und öde wirkte, obwohl der Palast eigentlich in einer wunderschönen Parkanlage liegt.
Stadtfest war auch noch und auf dem Imam Square wurde Polo gespielt und Reiter in traditionellen Kostümen zeigten ihr Können. Eine Kamelkarawane zog dekorativ um den Platz und wir tauchten in den Massen unter und bewunderten die Kostüme und Tiere.
Jan hatte auch noch Geburtstag und unsere „Gastfamilie“ aus dem Guesthouse hat für Jan eine kleine Geburtstagsparty im Elternhaus organisiert: die Mutter stammt aus einer georgischen Familie, der Vater ist Iran-Irak-Kriegsversehrter, die Kinder sehen ihre Zukunftspläne im Ausland und mit dem Guesthouse, in dem die Übernachtung in Euro bezahlt wird, sammeln sie Devisen, um damit im Ausland irgendwann neu starten zu können.

Der Schwiegersohn ist Wirtschaftsanwalt beim größten Getränkehersteller und bekommt seit letztem Monat keinen Lohn mehr, die Sanktionen des Clowns in Weißen Haus treffen alle hart. Bis auf ein Ehepaar sehen alle, die wir kennengerlen, ihre Zukunft im Ausland. Im Fernsehen laufen iranische Sender, die aus dem Ausland senden und Nachrichten aus aller Welt zeigen (und iranische Musikvideos mit halb Nackten am Pool). Offensichtlich auch Nachrichten aus Deutschland, denn vorgestern sind wir 2x darauf angesprochen worden, dass Deutsche Ausländer hassen und man es daher in Deutschland als Iraner sehr schwer habe. Das als Deutscher im gastfreundlichsten Land der Welt zu hören, tut weh. Meist sind solche Sätze noch gefolgt von “Bitte sagt Euren Freunden, wir Iraner sind keine Terroristen”…
Nach über drei Wochen in der Stadt ist es nun Zeit, wieder aufzutauchen, Pet und Oskar zu satteln und weiter zu fahren. Es soll in die Wüste gehen. Bei Nachttemperaturen knapp unter Null Grad möchten wir unser Campingequipment testen, um es gegebenenfalls für den Pamir nächstes Jahr noch zu verbessern. Und wenn wir nicht erfroren sind, lest Ihr bald wieder von uns!
Noch etwas Organisatorisches: Auf unserer Webseite haben wir Fotoalben für jedes Land angelegt. Diese sind für alle gedacht, die unsere Fotoalben auf Facebook nicht nutzen möchten. Leider sind die Fotoalben der Webseite ab nächstes Jahr nicht mehr kostenlos, sondern fallen mit 50$ ins Gewicht. Da wir für die Webseite auch 2×8€ pro Monat zahlen müssen, übersteigt das Fotoalbum eigentlich unser Budget. Weil wir nicht wissen, ob sich überhaupt irgendwer unsere Fotos außerhalb von Facebook anschaut, möchten wir diejenigen, die diese „Extra-Alben“ nutzen, noch einmal bitten, sich bei uns zu melden.
Unsere Idee, die Webseite über Affiliate Links zu finanzieren, klappt leider auch nicht. Wenn Ihr unsere Inhalte (Videos, Blogs, Fotos, Karten,…) gerne nutzt, so gewöhnt Euch doch einfach an, wenn Ihr bei Amazon einkauft, immer über unseren Affialiate Link zu gehen. Eure online-Weihnachtseinkäufe können so in kleinen Centbeträgen dazu beitragen, unsere Webseite zu finanzieren. Danke für Eure Unterstützung!
Und vielleicht habt Ihr eine Idee und könnt uns mit Kittymobil helfen. Kittymobil ist ein gelber VW Bus und unser Haus auf Rädern, welches unser „Backup“ in Europa ist. Immer dann, wenn wir auf Heimaturlaub sein werden, ist Kittymobil unser Zuhause und wird auch nach der Reise unser erstes Zuhause sein, bevor wir uns wieder eine feste Bleibe suchen. Zurzeit steht Kittymobil in Bulgarien, weil wir ja von dort aus mit den Motorrädern gestartet sind. In Zukunft, ab Mitte März 2019, soll Kittymobil in Deutschland auf uns warten, nur wo? Kittymobil bleibt zugelassen und versichert, aber es kann sein, dass wir nicht rechtzeitig wiederkommen, um den TÜV zu erneuern (läuft 2021 ab). Daher braucht Kittymobil eine geschlossene Bleibe, wo es vor bösen Blicken deutscher Ordnungshüter und vor Wind und Wetter geschützt auf uns warten kann. Um immer startklar zu sein, sollte Kittymobils „Aufpasser“ über Winter die beiden Batterien pflegen und sich ein klitzekleines bisschen kümmern, damit nicht die Mäuse einziehen oder sich die Reifen platt stehen. Weil Kittymobil knapp 2m hoch ist, passt unser Haus in keine klassische Fertiggarage, die hätten wir nämlich. Wer weiß ein neues Zuhause für Kitymobil oder hat eine Idee?